Labels

Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 13. August 2018

Be yourself

Wow...über ein Jahr ist es jetzt her dass ich einen Beitrag verfasst habe? Verdammt...wie schnell doch die Zeit vergeht...
Ich kann noch nicht einmal sagen woran es gelegen hat dass ich so lange nichts geschrieben habe...hatte mal wieder eine Art Schreibblockade und wenn ich ehrlich bin auch keine Lust...kann mich emotional manchmal nicht so darauf einlassen und brauche dann so eine Art von geistiger Pause. Eine Form der gedanklichen Abstinenz, die ich auch nicht willentlich steuern kann und die mich gewissermassen regelrecht lähmt.

Jetzt bin ich aber endlich wieder im Flow wie man so schön sagt und möchte in meinem heutigen Beitrag einmal darüber sprechen was es heisst, man selbst zu sein - egal was andere denken. Und auch wie schwer es manchmal scheint oder machen wir es uns einfach bloss so schwer?

Was genau bedeutet es denn eigentlich wenn man sagt : Sei du selbst? Wer bin ich denn? Woher beziehe ich meine Fähigkeit mich selbst zu erkennen und zu wissen wer ich bin und was ich will? Wir alle sind geprägt durch Erziehung und durch Vorgaben unserer Gesellschaft, haben eventuell Vorbilder, sind mit einem Partner zusammen den wir nicht verletzen oder enttäuschen wollen und alle diese Faktoren können dazu führen dass wir uns selbst verlieren oder so leben wie es andere gerne hätten. Wir leben fast alle in einem Kokon, den wir uns selber geschaffen haben - hauptsächlich aus Rücksicht und auch aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber geliebten Menschen, Freunden, Familie, unserem Umfeld. Wir wollen niemandem weh tun, es allen recht machen, uns anpassen an die Erwartungen die an uns gestellt werden, keine Fehler machen und wir hoffen damit auf ein erfülltes und gutes Leben.

Ich zweifle an dass es auf diese Weise funktioniert, denn es führt letzten Endes immer zu dem gleichen Ergebnis: Wir verlieren uns selbst.

Wir sollten an irgendeinem Punkt in unserem Leben einfach mal inne halten und uns wahrhaftig die Frage stellen wer wir eigentlich sind und was wir vom Leben erwarten. Vergesst dabei alles was ihr gelernt habt, alles was man euch gesagt hat, alles was angeblich gut für euch sein soll, alles was andere von euch denken oder wie sich andere Menschen eure Zukunft vorstellen - denn jetzt geht es ausschliesslich um euch und niemanden sonst. Denkt nicht an eure Familie, denkt nicht an eure Freunde, denkt nicht an einen geliebten Partner.

Denkt nur an euch.

Klingt jetzt vielleicht egoistisch aber das ist es gar nicht! Nur wenn ihr euch selbst (er)kennt und wisst was eure Bedürfnisse sind, eure Träume, eure Hoffnungen und eure Vorstellungen wie ihr leben wollt, könnt ihr wahres Glück erreichen und ein Leben führen wie ihr es euch wünscht. Alles andere sind nur Kompromisse und diese führen dazu dass ihr langfristig immer wieder an euch selber zweifelt, Ängste und Sorgen entwickelt und euch ständig fragt, was wäre wenn...Bin ich zufrieden? Fehlt mir etwas? Ist das wirklich das was ich mir von meinem Leben erhoffe?

Horcht in euch rein...stellt euch Fragen...Bin ich zufrieden mit meinem Leben? Lebe ich wahrhaftig das Leben das ich mir wünsche? Halte ich mich zurück oder stehe ich zu meinem Selbst, meinen Wünschen, meinen Gedanken, meinen Gefühlen?

Diese Fragen sind definitiv nicht leicht zu beantworten und erfordern ein grosses Maß an Offenheit und absoluter Ehrlichkeit zu euch selbst - aber sie sind es wert beantwortet zu werden - ihr seid es wert!

Sei du selbst ist keine Floskel und es ist definitiv nicht so einfach wie es scheinen mag. Es werden immer wieder alte Gewohnheiten dazwischen funken, Bequemlichkeit wird euer Feind werden und euer Leben einfach so weiter leben wie bisher ist auch nicht immer die beste Lösung wenn ihr euch selber unterwegs verloren habt.

Denkt nun nicht dass irgendjemand die Schuld daran trägt wenn ihr nicht mehr wisst wo ihr steht und wo ihr eigentlich hin wollt, denn auch hier liegt es in eurer eigenen Verantwortung euch selbst gegenüber, denn nur wenn ihr euch selber kennt und wisst was ihr wollt, könnt ihr auch für andere Menschen da sein, anderen zuhören und auch helfen. Aber das ist immer erst der zweite Schritt - der erste Schritt ist inne halten, in sich hineinhorchen und dann zu sich selber stehen.

Kompromisslos.

Menschen die euch wahrhaftig lieben werden euch auch weiterhin lieben und wenn sie es nicht tun dann haben sie euch nie geliebt, denn sie kannten euer wahres Selbst nicht oder haben es verleugnet und damit euch verleugnet. Ihr seid es wert um euer selbst willen geliebt zu werden und dazu ist es unabdingbar euch nicht zu verstellen, zu verstecken, zu verbiegen oder anders zu geben und zu leben als ihr seid und als ihr selber es wollt. Das soll nun auch kein Angriff sein, denn letztlich ist es eure eigene Verantwortung euch selbst so zu akzeptieren und anzunehmen wie ihr wirklich seid.
Nur so haben auch andere Menschen die Möglichkeit euch wahrhaftig zu akzeptieren. Nur wenn ihr euch selbst annehmt wie ihr seid können es auch alle anderen.

 Lasst es also nicht einfach nur zu einer bequemen Floskel werden und nehmt es euch wirklich und wahrhaftig zu Herzen : Sei du selbst!

Soviel für heute dazu, es werden mit Sicherheit in nächster Zeit noch viel mehr - hoffentlich lesenswerte Texte folgen.

And now be proud and be yourself!

 




Donnerstag, 11. Mai 2017

Fußspuren

Wir alle hinterlassen unsere Fußspuren auf diesem Planeten.
Manche Fußspuren sind jahrtausende alt und wir wiederholen nur vorgefertigte Pfade.
Begehen Wege die schon unsere Vorväter gegangen sind.

Kopieren die Schritte unserer Eltern und Grosseltern.
Sehen wir diese Wege oder sind wir blinde Reisende ohne Ziel, die nur versuchen einen Sinn hinter all diesen Pfaden zu entdecken?

Sollten wir nicht auch unsere eigenen Fußspuren hinterlassen?
Das Leben ist ein so wunderbares Geschenk und so eine unglaublich erlebnissreiche Reise voller Wunder und Emotionen.

Es gibt viele schmerzhafte Pfade und Situationen die uns hilflos machen gegen die schiere Urgewalt des Schicksals und der Erfordernisse.
Die uns ängstigen und einfach zu überfordern scheinen.
Doch wir überstehen sie.
Irgendwie.

Im Grunde sind wir alle so klein auf diesem unglaublichen blauen Ball, der seine Kreise durch das unendliche Weltall zieht.

Es ist immer wieder ein Erlebnis einen ausgetretenen alten Pfad zu verlassen und die Welt mit vollkommen neuen Augen zu betrachten.

Ich glaube mit emotionalen aufputschenden Phrasen lässt sich diese Erde nicht zu einem noch positiveren Ort machen sondern nur durch Mut.
Durch den Mut uralte Wege zu verlassen.
Ausserhalb von Schubladen zu denken.
Keine Scheu zu haben unbequem zu sein.

Diese kleine verrückte Erde braucht endlich wieder Visionäre, Magier, Poeten und Menschen die ihre Ängste überwinden und neue Wege beschreiten, die Vorreiter sind in so vielen Belangen und die uns inspirieren nicht immer wieder die gleichen Schritte zu gehen, wie schon so viele Menschen vor uns.

Wir sollten endlich den Mut haben zu uns selber zu stehen und uns nicht zu verstecken. Nehmen wir uns an und entdecken gemeinsam neue Pfade!

Denn letztendlich sind wir doch alle gleich.

Donnerstag, 27. April 2017

This is me

So, meine lieben Freunde des gepflegten Wahnsinns, wird Zeit mich mal richtig zu präsentieren...

Wie aus meinem Post zum Thema Veränderungen hervorgegangen sein dürfte, betrifft diese Veränderung auch meine Unlust mich zu verstecken. Hinter allem was ich hier publiziere - wohl eher hinkritzele, denn Geld verdiene ich damit nicht - stehe ich zu 100 % und deshalb gibt es auch keinen Grund mich hinter irgendwelchen lustigen Bildchen zu verschanzen.

Sollte es also jemanden geben der keine Ahnung hat wie ich aussehe oder vielleicht vergessen hat welch wunderhübsches Antlitz ich mein eigen nenne (zu bescheiden...?) oder einfach mal wissen möchte welches Gesicht ich aktuell trage (Hmm...ab und an wechsele ich auch meine Visage aus...hab so etwa acht verschiedene Modelle auf Lager...oder wieder nur ein alternativer Fakt? Zu tief ins Glas geblickt?Oder hab ich nur eine Möglichkeit gesucht ein anderes Wort für Aussehen zu finden und dabei festgestellt, wie seltsam das dadurch klingt? Und wieso nimmt dieser Text in Klammern einfach so gar kein Ende...? Fragen über Fragen...), dann hab ich hier mal ein absolut aktuelles (Ich weiß...aktuell hab ich schon verwendet...aber ich hab grad kein anderes Wort parat und wollte verhindern wieder so einen elend langen Klammertext zu verfassen den eh keiner lesen will...ups...) Foto von mir.

Alle die den Faden verloren haben...hier ein Foto von mir...bitte schön:

Hups...

Okay, das bin ich zwar auch irgendwie, war allerdings nicht was ich beabsichtigt habe...nächster Versuch...
Bitte schön:




Dienstag, 25. April 2017

Veränderungen

Falls sich nach meiner langen Abwesenheit jemand fragt wo ich gesteckt habe, dann kann ich dazu nur sagen, daß ich einige wichtige Spionagedienste für die CIA zu erledigen hatte die meine gesamte Aufmerksamkeit gefordert haben...und Godzilla sperrt sich schliesslich auch nicht von alleine wieder in seinen Käfig...tsss...
Naja...sind vielleicht aber auch nur alternative Fakten - wer kann das heutzutage schon so genau sagen?
Wie dem auch sei : Ich bin zurück!!!
Mit neuem Namen, neuem Elan, neuer Frisur, neuen Klamotten, neuem Alten...wo war ich doch gleich? Auf jeden Fall nicht ganz klar im Kopf - was zufälligerweise auch der neue Name meines Blogs ist...Sachen gibt's...

Ich möchte heute mal über Veränderungen sprechen, die im Leben eines jeden Menschen unvermeidlich sind von Zeit zu Zeit. Manche Veränderungen sind wundervoll...manche sind aber auch sehr schmerzhaft...und dennoch lassen sie sich einfach nie vermeiden. Sei es ein Umzug in eine neue Stadt, sei es der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, ein Berufswechsel oder die Geburt des eigenen Kindes.
Veränderungen machen manchmal Angst, erzeugen nicht selten ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins und dennoch sollten wir uns nie davor fürchten, denn das ganze Leben besteht aus Veränderungen. Angst zu haben ist dabei ganz normal.

Manche Veränderungen lassen sich steuern und bei anderen gibt es diese Möglichkeit leider nicht - wie zum Beispiel beim Verlust des Arbeitsplatzes oder des Mietvertrages für die eigene Wohnung. In solchen Fällen kann man nur dem Schicksal tapfer ins Auge blicken und sollte diese Art der Veränderung einfach als Chance sehen etwas neues auszuprobieren, dem Leben eine neue Richtung vorzugeben und vor allen Dingen darauf zu vertrauen, dass alles gut wird.

Falls eine Veränderung sich steuern lässt weil man selbst den Anstoß dazu gegeben hat, dann ist es besonders wichtig, dass man auf sein Herz hört und sich ganz bewußt dieser neuen Herausforderung stellt. Wenn man nicht wirklich davon überzeugt ist das Richtige zu tun oder ein ungutes Gefühl bei der Sache hat, dann sollte man eventuell auch andere Optionen mit in die eigene Gedankenwelt einfliessen lassen. Auch ein klares Nein zu bestimmten Veränderungen kann sehr befreiend sein.
Lasst euch also nie zu irgendwelchen lebensverändernden Dingen hinreissen oder gar überreden, wenn ihr nicht mit vollem Herzen dahinter steht.

Wenn ihr euch allerdings entschieden habt und absolut überzeugt von eurem Weg seid, dann lasst euch auch von niemandem beeirren oder von eurer Entscheidung abbringen, denn am Ende ist nur eines absolut sicher: Es ist euer Leben und ihr tragt dafür die Verantwortung.
Womit wir wieder beim Stay true to yourself - Prinzip angekommen wären...tja...das Leben ist eben doch ein ewiger Kreislauf...

Und weil es so vielfältige Gründe für Veränderungen wie Sand am Meer gibt, kann auch das Umbenennen seines eigenen Blogs ebenfalls ein Synonym für Veränderungen sein.

Bei mir war es jedenfalls wieder an der Zeit etwas zu ändern und vor allen Dingen endlich den Arsch hochzubekommen und mein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Zur Zeit stecke ich voller Energie und Veränderungswillen, dass es mir fast schon zu den Ohren rausquillt. Deshalb bringe ich gerade meine Wohnung auf Vordermann, kümmere mich um emotionale Altlasten, schreibe wieder verstärkt an Geschichten und was den ein- oder anderen bestimmt auch freuen wird, kümmere mich endlich wieder um meinen alten/neuen Blog.

Im Grunde ist dieser Beitrag also eine neue Einladung wieder in meine Gedankenwelt einzutauchen und mir eventuell zu folgen in eine neue Ära meines Lebens mit kreativen Geschichten, wirren Gedankensprüngen und skurrilen Begebenheiten aus meinem Leben.

Also...Zeit für Veränderungen? Dann folgt mir auf meine kleine Insel, die da lautet :

KLAR IM KOPF 

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und mache mich auf den Weg...Godzilla ist schon wieder ausgebüxt...herrje...


Freitag, 19. Dezember 2014

Wo leben wir denn eigentlich?!

Ich habe gerade eben einen Beitrag gesehen zum Thema Pegida und auch wenn es mich extrem stört hierzu etwas zu schreiben, denn ich möchte diese unsägliche 'Vereinigung' nicht wichtiger machen, als sie ist, so komme ich nicht umhin, sie als Einstieg in diesen Beitrag zu verwenden, denn es geht um die ganze unerträgliche Symptomatik, die sich dahinter verbirgt.
Man kann es drehen und wenden wie man will, aber das grundlegende Problem hinter dieser Gruppierung ist das gleiche, was sich seit einigen Jahren verstärkt durch die gesamtdeutsche Bevölkerung zieht.
Angst vor Fremden.
Ich sage hier bewusst nicht Ausländer, denn Menschen, die aus dem Ausland zu uns kommen, weil sie in ihren Heimatländern von Mord,Vergewaltigung,Folter und unsagbar grausamen Lebensbedingungen bedroht werden nur als Projektionsfläche dienen für tiefer liegende Ängste und Sorgen. Menschen neigen einfach dazu andere, meistens wehrlose Menschen für ihre eigenen Unzulänglichkeiten verantwortlich zu machen.
Sie geben gerne anderen Menschen die Schuld an ihrem schwachen Einkommen, machen andere Menschen verantwortlich für ihre magere Rente, fürchten gar eine Unterwanderung fremder Glaubensrichtungen und lassen es schlicht nicht zu, in ihrer eigenen Lebenseinstellung notwendige Änderungen vorzunehmen, denn das würde ja Arbeit bedeuten und eventuell ein gewisses Mass an Anstrengung erfordern.
Uns geht es schlecht, also muss jemand anderes dafür die Schuld tragen...so sieht die Einstellung vieler dieser Leute aus.
Und wer bietet sich für diese Personen als Schuldiger am ehesten an, als Menschen, die aus anderen Kulturen stammen.
Ihnen fremd sind.
Andere Glaubensrichtungen haben.
So fällt es diesen Menschen leichter den nötigen Abstand zu wahren und die Distanz zu sich selbst möglichst gross zu halten.
Es würde ihnen im Traum nicht einfallen mal über den eigenen Horizont hinaus zu blicken und sich mit den so verhassten Fremden einmal näher zu befassen, sich tatsächlich einmal die Mühe zu machen und sich über echte Fakten zu informieren. Dann fiele ja ihr Feindbild weg und sie würden erkennen, wie falsch, scheinheilig und sogar undankbar eine solch fremdenfeindliche Gesinnung eigentlich ist und wie schmerzhaft es für Hilfe suchende Menschen sein muss, vor unmenschlichen Bedingungen fliehen zu müssen, nur um dann in die Gesichter von Personen zu blicken, die sie verdammen und für ihre eigene Unzulänglichkeit verantwortlich machen.
Ich sage nicht, dass in unserem Land alles wundervoll ist und es keinerlei Probleme gibt. Auch gibt es eine Menge, was unsere Regierung verbessern könnte und es ist tatsächlich so, dass Menschen, die zum Randbereich unserer Gesellschaft gerechnet werden, immer noch vielfach undankbar behandelt werden und es verdammt schwer für diese Menschen ist über die Runden zu kommen.
Doch verzweifelte Flüchtlinge dafür verantwortlich zu machen ist nicht nur grundsätzlich falsch, sondern auch gefährlich dumm.
Selbst wenn ein geringer Teil dieser Menschen sich eine Aufenthaltsgenehmigung unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erschleichen wollte - auch das ist Realität, gebe ich gerne zu - so ist es dennoch nur ein verschwindend geringer Teil, der sogar so unsagbar klein ist gegenüber allen in Deutschland geborenen Personen, die ihr eigenes Sozialsystem ausnutzen, dass es schier unglaubwürdig ist, wenn hier nach irgendwelchen Schuldigen gesucht wird.
Pegida-Menschen sind wütende und verängstigte Personen, die nach einem Strohhalm greifen, die auf sich aufmerksam machen wollen, die verzweifelt von ihrem eigenen System erdrückt werden. Und diese Personen gibt es leider nicht nur bei solchen 'Vereinigungen', sie befinden sich tief im Herzen unser wunderbaren Demokratie, in der man zur Wahl gehen kann, in der man eigene Parteien gründen kann und selbst etwas bewegen kann, wenn man nur wirklich möchte, in dem man frei leben kann und sagen und denken kann, was man will.
Etwas was bei weitem nicht selbstverständlich ist in dieser Welt und genau diese Freiheit ist es leider auch, die dazu führt, dass Menschen unter dem Deckmantel des Protests und aus schierer undifferenzierter Wut auf die Strasse gehen und mit dem Finger auf alles zeigen, was sich als Schuldiger anbietet.
Ich frage mich ganz bewusst, in was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich?
Wollen wir wirklich unseren Ängsten soviel Platz einräumen, dass sich unser gesunder Menschenverstand verabschiedet und wir der Irrationalität nachgeben?
Wollen wir wirklich auf die Strasse gehen und gegen etwas demonstrieren, was aus den Tiefen unserer Fantasie entspringt und sich bei ernsthafter genauer Betrachtung nicht nur als vollkommen absurd herausstellt, sondern sogar die Demokratie selber in ihren Grundfesten bedroht?
Ich möchte es jedenfalls nicht und so hoffe ich inständig, dass auch die Nachzügler, sprich Fremdenfeinde und Pegida-Gruppierungen, endlich wieder ihr Gehirn benutzen und einsehen, dass sie dabei sind in die vollkommen falsche Richtung zu gehen.
Einsehen, dass es genau die ausländischen Einwanderer sind, die unsere Kultur überhaupt erst mit aufgebaut haben, die geholfen haben aus unserem Land ein lebenswertes, weltoffenes Deutschland zu machen, in dem wir friedlich miteinander leben können und in der auch alle unterschiedlichen Glaubensrichtungen einen Platz finden können.
Und nur mal so am Rande...der Islamismus-  und ich spreche hier von dem Grundglauben und nicht vom radikalen Islamismus, der sehr wohl eine ernsthafte Gefahr darstellt- ist weit davon entfernt unsere eigenen Glaubensrichtungen zu unterwandern oder in irgendeiner Form zu bedrohen, dazu ist er auch viel zu wenig präsent in unserem Land.
Auch ist es ein gerne erwähntes Märchen, dass die meisten Ausländer in unserem Land Kriminelle sind, auch hier sprechen die Fakten und die Tatsachen eine komplett andere Sprache.
Bevor ich heute den eingangs erwähnten Bericht gesehen habe, dachte ich noch, dass diese vorgeschobenen Aussagen mittlerweile komplett überholt sind, aber leider wurde ich eines besseren belehrt und musste mit Erschrecken feststellen, dass unser Land durchaus noch ein sehr grosses Mass an Aufklärung nötig hat.
Lasst uns also zusammen rücken, Katholiken,Islamisten,Protestanten,in Deutschland geborene und nicht hier geborene, Flüchtlinge,Rentner,Arbeitssuchende und alle offenen und aufgeklärten Menschen und dann die fehlgeleiteten armen Seelen, die bei Pegida mitmarschieren oder ähnliche Gedankengänge haben an der Hand nehmen, sie aufklären und ihnen zeigen, wie diese Welt eigentlich ist.
Offen.
Freundlich.
Tolerant.
Verantwortungsbewusst.
Zeit, dass dieser dumme Hass auf alles Fremde endlich aufhört.





Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die Aber-Scheinheiligkeit

Kennt ihr die Aber-Menschen?
Diese seltsamen Subjekte, die ständig an alles ein 'aber' anfügen, weil sie nicht den Mut haben offen auszusprechen, was sie wirklich denken?
Diese gefährliche Subspezies, die eine echte Gefahr für unsere Gesellschaft darstellt und unsere demokratischen Grundsätze bedroht ohne es zu realisieren?
'Ich habe nichts gegen Ausländer', sagen sie, 'aber...'
'Ich bin gegen die Todesstrafe', ist auch sehr beliebt, 'aber...'
'Ich bin ein toleranter Mensch' , immer gerne gesagt, 'aber...'
'Ich habe nichts gegen Homosexuelle' , fast schon Standard, 'aber...'
Aber was? Aber doch?
Was soll dieses scheinheilige 'aber' ständig dahinter? Wer nichts gegen Ausländer hat, der benötigt kein 'aber' am Ende. Es gibt kein 'aber' in diesen Dingen. Ausländerfeindlichkeit zeigt sich meistens im verborgenen, hinter vorgehaltener Hand. Menschen, die etwas gegen Ausländer haben, wollen nicht, dass es jemand erfährt, denn es gehört sich nicht in dieser Welt - es gehört sich vollkommen zu recht nicht. Darum verstecken sie ihr wahres Gesicht hinter einer Fassade und versuchen es mit einem angehängten 'aber' zu kaschieren. Doch dieses 'aber' ist aussagekräftiger als alles, was sie sonst von sich geben könnten. Es offenbart den Kern hinter ihren Ansichten. Es bedeutet, dass sie sehr wohl etwas gegen Ausländer haben, denn sonst wäre ein 'aber' überhaupt nicht notwendig.
Die gleiche Scheinheiligkeit verbirgt sich bei einem 'aber' zum Thema Todesstrafe...oder Toleranz...oder Homosexualität. Ein wahrhaftiger Gegener der Todesstrafe hat kein 'aber' nötig, ein wirklich toleranter Mensch benötigt keinen solchen fadenscheinigen Beisatz, der mit 'aber' beginnt und jemand, der tatsächlich nichts gegen Homosexuelle hat, der hat auch kein überflüssiges 'Aber'-Anhängsel nötig.
Ganz im Ernst, dieses 'aber' geht mir gehörig auf die Nerven und zeigt mir immer wieder in was für einer ach-so-offenen Welt wir eigentlich leben und wie weit entfernt wir noch sind von einer Gesellschaft der Akzeptanz und Offenheit.
Meistens ist es nicht nur dieses auf den ersten Blick so harmlose und doch so eiskalt offenbarende 'aber', was schon für sich alleine genommen eine so enorme Wirkung hat, es ist bereits der Beginn dieser überflüssigen Aussagen, der diskriminierend ist.
'Ich habe nichts gegen Homosexuelle'...als ob es ein solches Statement hierzu überhaupt bedürfte.
Als wollte man bereits mit dieser Message alle Homosexuellen vom Rest der Welt abgrenzen.
Eine solcherart beginnende Aussage zeugt bereits von Intoleranz.
Man stelle sich nur einmal vor, jemand würde einfach kurzerhand das Objekt in diesem Fall austauschen, dann merkt man sehr schnell, wie verletzend bereits dieser Anfang ist.
'Ich habe nichts gegen Frauen...'
'Ich habe nichts gegen alte Menschen...'
'Ich habe nichts gegen Behinderte...'
Wenn dem so ist, was soll denn eine solch überflüssige Bemerkung eigentlich ausdrücken?
Bei voller Gleichberechtigung, die nicht nur von mir und Millionen intelligenter Menschen gewollt ist, sondern sogar notwendig für eine vernünftige Zukunft, dürften diese Satzstrukturen gar nicht existieren. Diskriminierung und Scheinheiligkeit fängt immer bereits dort an, wo wir sie am wenigsten vermuten würden.
Hütet euch vor dem 'Aber...'
Nehmt euch in Acht vor den Leuten, die nicht aufhören können, in diesen dummen Schubladen zu denken und die meinen, wenn man es nur nett verpackt und sich hinter einem abstrakten 'aber' versteckt, dann fällt es nicht so auf und sie könnten mit ihren Ansichten sogar durchkommen.
Ich hoffe inständig, dass diese Aber-Kultur eines Tages vollkommen verschwunden ist und auch der letzte scheinheilige Aber-Terrorist mit dieser Idiotie aufhört.
Wie gesagt, Toleranz, Offenheit und Akzeptanz fängt bereits im Kleinen an, also lasst uns dafür sorgen, dass ein kleines, doch dennoch sehr gefährliches Wort nicht unsere wunderbare Welt bedroht.


Sonntag, 13. April 2014

Blah Blah Blah

Hey Leute,

da es immer häufiger der Fall ist, dass Menschen im Grunde nur noch hohle Phrasen und Sinnlosigkeiten in diese Welt hinausposaunen, dachte ich, dass ich mich diesem unsinnigen Trend einfach mal verweigere, indem ich selber etwas in diese Welt hinausschicke, über dessen Inhalt und Un-Banalität ihr nun selber vortrefflich streiten könnt.
Die Lebenshilfe per Sinnspruch ist mir heute leider ein wenig abhanden gekommen, denn es gibt auf dieser Erde mittlerweile soviele kluge Sprüche, Philosophien und Lebensweisheiten, dass sich damit Milliarden von Menschen über Jahrhunderte den Hintern abwischen könnten...was nun allerdings nicht bedeutet, dass diese Philosophien so schlecht sind, sondern einzig und allein dem Umstand geschuldet ist, dass die Menschen diese Sinnsprüche zwar wahnsinnig gerne über ihre Mitgeschöpfe ausschütten ohne sich dann allerdings auch selbst daran zu halten.
Wo ist denn dieses ganze "Stay true to yourself" wenn diese Menschen sich im gleichen Atemzug vor der Welt verstecken und ihre eigenen Schwächen hinter einer Fassade verbergen?
Was bedeutet es denn, wenn sie schreiben "Jeder soll so leben, wie er oder sie es möchte", wenn im selben Moment mit dem Finger auf jemanden gezeigt wird, um über dessen Outfit zu lästern oder wir einen anderen Lebensstil offen anprangern?
Wieso verlangen viele Menschen ständig von anderen, sie mögen sie nicht verletzen und verletzen dabei ihrererseits ständig andere Menschen - manchmal sogar die eigenen Freunde?
Mir ist es lieber ich begegne anderen Menschen grundsätzlich mit Respekt, Ehrlichkeit und Offenheit, als mich hinter irgendwelchen Weisheiten zu verstecken.
Und ständig leiden die Menschen von heute.
Immer geht es ihnen schlecht und sie fühlen sich von anderen betrogen und benutzt.
Und die ganze Welt soll an ihrem Schmerz teilhaben und Verständnis haben.
Ironischerweise ist das schlimme daran meistens, dass sie dadurch sehr leicht die Menschen übersehen, denen es wirklich schlecht geht und die tatsächlich leiden.
Und diese Leidtragenden sind leider häufig die stille Minderheit, aber gerade deshalb sollten wir hier einfach sensibler werden, unser eigenes Ego mal zurückschrauben, zuhören, das schöne in uns selber sehen und da sein, wenn uns wirklich jemand braucht!
Ich möchte nun nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt oder von mir beleidigt, denn ich will keinesfalls alle über einen Kamm scheren und Sinnsprüche können sogar manchmal eine grosse Hilfe darstellen. Mir geht es nur darum, dass wir es nicht übertreiben und dadurch letztendlich das wesentliche aus den Augen verlieren.
Nicht das teilen oder offensive Herausschreien der Philosophien ist wichtig und auch nicht die Lautstärke mit der wir unser Leid von uns geben - die Aussage ist es, der wir unser Augenmerk schenken müssen.
Gebt auf euch Acht, seid sensibel für eure Mitmenschen, vor-verurteilt niemanden, hört zu und geniesst euer Leben!
Und das ist auch eine Philosophie...

Blah Blah Blah



Sonntag, 6. April 2014

Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr....

Kennt ihr das Gefühl auf der Stelle zu treten und nichts scheint voran zu gehen ?
Kennt ihr das Gefühl der alles verschlingenden Ungeduld und des ewig scheinenden Wartens ?
Kennt ihr das Gefühl vor einer Veränderung, die alles umzukrempeln scheint ?
Kennt ihr das Gefühl euer Leben neu gestalten zu wollen, aber nicht zu wissen wie ihr das anstellen sollt ?
Kennt ihr das Gefühl euch selbst im Weg zu stehen und ständig in alten Mustern zu funktionieren ?

Ich kenne dieses Gefühl sehr gut und es nervt gewaltig!

Und wie ändere ich das nun ?

Mit einem guten Schuss Mut und einem entschlossenen Grrrrrrrrrrrrrr...

Zeit das sich was ändert!
Welt mach dich bereit für meinen neuen Lebensabschnitt und es wäre besser du hälst den Atem an und zählst langsam bis Zehn und danach rate ich dir zu fliehen, denn ich mache keine Gefangenen mehr!




Dienstag, 18. März 2014

Raus aus dem Käfig

An alle die ihr dass hier jetzt lest:
Tretet auf die Bremse!

Stoppt eure wilde Fahrt, die ihr euer Leben nennt und haltet inne.

Vergesst alles, was ihr jemals gelesen, gesehen oder gehört habt.

Ignoriert eure Erziehung und alles, was euch je beigebracht wurde.

Schaltet einfach mal komplett ab.

Denkt nicht an morgen.
Denkt nicht an gestern.
Denkt nicht einmal an heute.

Alles, was ihr je erlebt habt ist nun irrelevant.

Alles, was nun zählt ist euer wahres Selbst.

Diese Welt kreiert jedem Menschen einen eigenen Käfig und zwar vom Moment der Geburt an. Ihr werdet erzogen, erlebt Dinge, macht Erfahrungen, werdet geprägt durch eure Freunde, Musik, die ihr hört, Filme, die ihr seht, Bücher, die ihr lest und den eigenen, persönlichen Alltag.

Aber vergesst das alles mal für einen kurzen Augenblick und seit nur im Hier und Jetzt.

Es gibt kein Heute.
Es gibt kein Gestern.
Es gibt kein Morgen.
Es gibt kein Richtig.
Es gibt kein Falsch.

Kommt raus aus eurem Käfig und betrachtet die Welt mit euren eigenen Sinnen.
So, wie ihr es wollt.

Gestaltet euer Selbst nach euren eigenen Vorstellungen.
Lebt das Leben, so wie ihr es für richtig haltet.
Verlasst das Räderwerk der genormten Realität und hört auf den Möhren zu folgen, die man vor euren Karren hält.

Gestaltet eure Mauern rund statt eckig.
Schlaft im Sitzen.
Lacht an den Stellen, die ihr lustig findet und wenn ihr die einzigen seit.
Weint, wenn ihr traurig seit.
Schreibt eure Texte rückwärts.
Malt euch einen blauen Stern auf die Stirn.
Tanzt einen verrückten Tanz.
Ruft einen Freund an, sagt, dass ihr ihn mögt und legt wieder auf.
Malt Bilder, wo euch die Welt karg und langweilig scheint.
Schreibt ein Gedicht und verbrennt es danach wieder.
Küsst einen Fremden.
Esst Eiskrem mit Bohnen und Sauerkraut.
Tut wonach euch der Sinn steht.
Erfindet euer eigenes Leben neu.

Diese Welt gehört euch...

Zeit, auch so zu leben und sie so zu gestalten, wie ihr es wollt.

Schluss mit der Bequemlichkeit, den Fuss auf euer eigenes Gaspedal gestellt und jetzt raus aus dem Käfig!!!!
YEEEEEEEEHHHHHHHAAAAAAAAAHHHHHHH!!!!






Dienstag, 4. März 2014

Die Magie des Alltags

Manchmal startet man müde und erschöpft in den Tag und denkt sich, dass heute wahrscheinlich nichts wirklich Überraschendes geschieht und der Tag seinen gewohnten Bahnen folgt.
Und im Grunde macht er genau das auch.
Dennoch erleben wir ab und an Dinge, denen irgendwie etwas magisches inne zu wohnen scheint und wir können es nicht in Worte kleiden.
Heute Vormittag gab es bei mir so einen kurzen Augenblick, an dem die Zeit still zu stehen schien und nur der Moment zählte.
Beim Austragen von Zeitungen um 04:00 Uhr in der Früh, als ich träge und verschlafen an den stillen Häusern und den meistens noch schlafenden Menschen vorbeitrabte, mit gefüllten Packtaschen und einer tief sitzenden Müdigkeit, die aus meinem Innersten zu kommen schien, wanderte plötzlich eine fette Bisamratte von hinten an mir vorbei.
Braunes Fell.
Niedliche Stupsnase.
Watschelte ganz gemächlich zu mir hin und blieb direkt neben meinem Fahrrad stehen.
Dann hob sie ihr kleines Köpfchen und blickte mich ganz interessiert an und ich musste unwillkürlich lächeln.
Naja, aufgrund ihrer Grösse habe ich natürlich nicht versucht, sie zu streicheln...
Sie blieb einen Augenblick so hocken und trabte dann in aller Ruhe von dannen.
Auch wenn es mich schon irritiert hat, wieso sie so zutraulich gewirkt hat und ich mir gedanklich schon ausgemalt habe, dass sie eventuell Gift intus haben und nur einen Platz zum sterben gesucht haben könnte, hat es meinem Tag dennoch zuerst mal eine positive Grundstimmung verpasst.
Und wer weiss?
Vielleicht war sie tatsächlich nur neugierig und wollte wissen, was ich für ein Wesen bin, dass sich dort des Nächtens in ihrem Revier herumtrieb...
Jedenfalls hatte dieser kurze Moment genau dieses gewisse Etwas, was ich gerne als 'Magie des Alltags' bezeichnen möchte und ich denke, es könnte sich für uns alle lohnen, auch den kleinen und unscheinbaren Dingen im Leben einfach mal ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken und es zu zu lassen, dass uns auch das scheinbar banale Tagtägliche zum lächeln bringen kann.
Ein kleiner Exkurs zum Thema Entspannung und  Lebensglück. 

Dienstag, 18. Februar 2014

Realität ist

Was ist Realität?
Ich versuche ja bereits mithilfe verschiedenster Möglichkeiten diese Frage ein wenig auszuloten, kann mir allerdings nicht wirklich einen Reim daraus machen...
Existieren wir wirklich oder bilden wir uns alles um uns herum nur ein?
Wenn wir etwas wahrnehmen, dann weil unsere Sinne es uns zeigen und spüren lassen, doch können wir unseren Sinnen überhaupt vertrauen? Wir wurden mit der Fähigkeit geboren zu sehen und müssen uns deshalb von Anfang an darauf verlassen, dass alles was wir sehen auch wirklich da ist und nicht bloss unserer Einbildung entspringt.
Es gibt Menschen, die psychisch krank sind und Dinge sehen, die nicht da sind. Dennoch halten sie diese Dinge für genauso real wie alles andere um sie herum und wenn es keine haarsträubenden Dinge sind, dann merken sie es noch nicht einmal.
Woher sollen wir also wissen, dass alles was wir sehen auch tatsächlich existiert? Wenn es durch andere Personen bestätigt wird, dann wissen wir immer noch nicht, ob diese Bestätigung oder sogar die andere Person nicht auch Teil unserer fehlerhaften Wahrnehmung ist.
Das gleiche gilt im übrigen auch für das hören, riechen, schmecken und sogar das Fühlen.
Wir könnten bloss Gehirne sein, die in einem kleinen Glas vor sich hin schwimmen und mithilfe von Nervensensoren ihren Input der fünf Sinne erhalten. Es gäbe für uns keinerlei sichtbaren und spürbaren Beweis, dass es sich nicht so verhält.
Ist Realität beweisbar? Nur aus sich selbst heraus und wenn es hier bereits Manipulationen von aussen gibt, dann ist selbst dieser Beweis nur eine reine Illusion...
Wir können uns im Grunde nur zurücklehnen und die wilde Fahrt geniessen, die wir Leben nennen, ohne dass wir jemals erfahren werden, inwieweit sie überhaupt real ist.

Sonntag, 29. September 2013

Out of the Darkness

Manchmal befindet man sich an einem Punkt im Leben, an dem alles dunkel und unsicher erscheint und man das Gefühl hat, vor lauter Schatten kein Licht mehr zu sehen.
So, als ob man durch einen undurchdringlichen Wald spaziert, der kaum Tageslicht durchlässt und ein Vorwärtskommen dank ungebändigtem Dornenwuchs beinahe unmöglich macht.
Dieses Gefühl kann einen lähmen und fast zur absoluten Untätigkeit verdammen.
Doch es gibt immer einen Grund, um nicht aufzugeben und an sich zu glauben.
Es gibt immer ein Licht auch in der finstersten Dunkelheit und manchmal kommt es vollkommen unerwartet aus einer Richtung, in die man vorher noch nie geblickt hat und alles beginnt plötzlich zu leuchten und in den schillernsten Farben zu glühen.
Es gilt einfach nur durchzuhalten und niemals aufzugeben, denn schon hinter der nächsten Kurve des Lebens kann sich etwas wunderbares befinden und das Leben gibt wieder einen Sinn.
Es ist vollkommen normal, wenn man im Leben mal Angst hat und es ist überhaupt keine Schande auch mal zu zweifeln - solange man nicht verzweifelt und sich von der Angst lähmen lässt.
Dieser Post geht an alle da draussen, die sich manchmal einsam fühlen, die nicht wissen, wie es weiter gehen soll und die Angst vor der Zukunft haben:
Glaubt an euch selbst, glaubt an das Leben, glaubt an die Liebe und lasst euch nicht entgehen, was hinter der nächsten Kurve auf euch wartet, denn manchmal gibt es Dinge, die sind es einfach wert, um darauf zu warten.
Ein Appell an das Leben und ein Appell niemals aufzugeben und an das Glück zu glauben.

Freitag, 6. September 2013

Was ist ein Mensch wert?

Was ist ein Mensch wert, der sich selber nicht treu ist?

Was ist ein Mensch wert, der sich der Gesellschaft unterordnet und seine eigenen Gefühle unterdrückt?

Was ist ein Mensch wert, der die Konformität dieser Welt akzeptiert, obwohl sein Herz ihm etwas anderes sagt?

Was ist ein Mensch wert, der seine eigenen Emotionen unterdrückt und das Leben eines anderen führt?

Was ist ein Mensch wert, dessen Leben wissentlich in einer falschen Bahn verläuft und der dennoch nichts daran ändert?

Was ist ein Mensch wert, der seine eigene Freiheit beschneidet, indem er nicht das Leben führt, dass er führen sollte?

Soll ich euch was sagen? In seinen eigenen Augen ist er nicht besonders viel wert, denn er verrät seine Ideale, seine Gefühle und sein Herz.
Soll ich euch aber weiter etwas sagen? In den Augen der anderen kann er sehr viel wert sein, kann sogar die ganze Welt bedeuten, denn niemand kann in seine Seele schauen oder kennt seine Zerrissenheit.

Was ist dieser Mensch aber nun wert, wenn er sich entschliesst, aus seinem selbst gewählten Gefängnis auszubrechen?
Was ist er wert, wenn er sich endlich von seinen eigenen Ketten befreit?
Was ist dieser Mensch wert, wenn er seine Erfüllung sucht und feststellt, dass sie an einem Ort liegt, an dem er bisher noch niemals zu suchen gewagt hätte?
Was ist er wert, wenn er seinen Träumen Flügel verleiht und sich damit womöglich von seinem bisherigen bequemen Pfad abwendet?

Ist er ein Egoist oder ein Held?




Donnerstag, 29. August 2013

Die weisse Böe

Manchmal fühle ich mich wie auf hoher See, wenn meine Gefühle so überwältigend werden, dass sie in riesigen Wellen über mich hinwegbranden.
Jede Welle immer ein Stückchen grösser, als die vorhergehende preschen sie heran, wie die gewaltigen drei Schwestern des Meeres und es gibt keinerlei Möglichkeiten mehr, ihnen auszuweichen.
Diese emotionalen Wellen sind dann so unglaublich stark, dass sie mir die Brust zu zerreissen drohen und ich das Gefühl habe, ihnen nicht widerstehen zu können. Sie durchfluten mich wie eine kosmische Energie ungeahnten Ausmaßes und künden von einer Veränderung, die ich so nie erwartet hätte und die mein Leben vollkommen auf den Kopf stellt.
Und dennoch sehne ich diese Brecher herbei, warte auf jede neue Erhebung, um mich ihnen dankbar entgegen zu werfen, ihnen zu trotzen mit all meiner Macht, um danach gestärkt wieder daraus hervorzutauchen, emporzuklettern und den Schmerz und die Kälte zu ertragen.
Es ist wie eine gottgleiche Reinigung der Seele und ein Spüren meiner ureigensten Stärken und Energien.
Und ich bin stark...
Ich halte aus...
Ich trotze...

Doch ich fühle sie kommen...
Wie eine wilde Bestie rollt sie heran, türmt Schicht auf Schicht, wächst, wird grösser und gewaltiger, als alles zuvor dagewesene, lässt mich erzittern vor Ehrfurcht vor ihrer schieren, unvorstellbaren Macht.
Treibt mir Tränen des Schmerzes, der Angst und des Nicht-wahrhaben-wollens in die Augen.
Die weisse Böe!

Mittelpunkt zahlreicher Legenden des weiten Meeres, eine Urgewalt, die sich durch nichts und niemanden aufhalten lässt, die alles verschlingt, was sich ihr in den Weg wirft.
Kilometerhoch steht sie beinahe regungslos vor mir und wartet...
Wartet...
Wartet...
Und ich treibe hilflos und verloren im unendlichen Ozean und starre sie an, wissend dass ich ihr nicht entkommen kann.
Ich weiss nicht wie oder ob ich es überhaupt schaffe, aber sie muss mich verschlingen, muss mich durchdringen, muss sich durch die emotionalen Windungen meines Körpers, meines Geistes und meiner Seele kämpfen, mich hin- und herschleudern, wie einen Spielball der Unendlichkeit.
Und dann?
Sehe ich am Horizont einen Lichtstrahl aufblitzen?
Wie ein Leuchtturm für die Verlorenen lotst er mich und gibt mir die Kraft und auch die Hoffnung auf eine ruhige See, auf Schönheit, Anmut, Liebe und Geborgenheit.
Und ich betrachte diesen einen kleinen Lichtstrahl und dann weiss ich - alles wird gut werden, alles hat einen Sinn, es gibt Hoffnung.
Und in diesem kleinen Augenblick des Verstehens lächle ich der Bestie in ihr Antlitz und warte auf den Moment, in dem sie zuschlägt.

Komm zu mir weisse Böe - ich habe keine Angst mehr vor dir!

Dienstag, 2. Juli 2013

Der Tag der Grinsekatze...

Grrrrrrrr....insekatze!!!!

Heute fühle ich mich wie die grinsende Katze aus Alice im Wunderland.
Mit einem grossen Grinsen all jenen ins Gesicht lachend, die nie geglaubt hätten, dass aus mir irgendetwas werden könnte. Die meine Art zu leben und zu denken kritisieren und kein Verständnis aufbringen für meine Entscheidungen mein Leben so zu gestalten und zu leben, wie ich es für richtig halte, ob es denen nun in den Kram passt oder nicht.
Ein fettes Grinsen der Verachtung all jenen, die immer noch ein Problem damit haben, dass homosexuelle Menschen heiraten dürfen, dass es in Ordnung ist jemanden wegen seines Äusseren zu beleidigen und zu mobben.
Ein fettes Grinsen der Bosheit all jenen unbelehrbaren, fehlgeleiteten Geistern da draussen, die immer noch nicht begriffen haben, dass faschistoides Gedankengut kompletter Schwachsinn ist.
Ein breitgefächertes Grinsegesicht all jenen, die immer noch an antiquierten Moralvorstellungen hängen und nicht begreifen wollen, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben und die Dinge sich endlich ändern müssen.
Ein fettes Grinsen des niemals aufgebens auch an all die dummen, arroganten und heuchlerischen Machthaber dieses Planeten, die immer noch ihre Bürger unterdrücken, foltern und leiden lassen.
Eine fette Grinseattacke auch an all die selbstsüchtigen, besserwisserischen Klugscheisser mit ihren dämlichen Ansichten und Bemerkungen, die einfach nicht begreifen wollen, dass sie die Weisheit mit Sicherheit nicht mit Löffeln gefressen haben.
Wenn all die Menschen, die diese Welt in den Abgrund zerren wollen und mit ihrer falsch gepolten Umweltpolitik, ihren tierquälerischen, perversen und unmenschlichen Taten und ihrem selbstgerechten Gebaren denken, sie könnten irgendwann, in irgendeiner Form den Sieg davon tragen, dann kann ich auch denen nur eiskalt in ihre Gesichter grinsen!

Die Welt gehört denen, die an sie glauben und die bereit sind, zu akzeptieren, statt nur zu tolerieren, die mit offenen Augen durch diese Welt gehen und helfen, wo Hilfe gebraucht wird, die zuhören, wenn jemand einen Menschen zum zuhören braucht, die nicht wegschauen und die verändern wollen, wo Veränderung dringend nötig ist und die einfach nur Mensch sind!

Ich fühle mich heute wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland und ich verspüre ebenso ein kleines Gefühl der Freude und des Triumphs in meinen Augen...

Was ist mit euch? Grinst ihr mit?