Dienstag, 2. Juli 2013

Der Tag der Grinsekatze...

Grrrrrrrr....insekatze!!!!

Heute fühle ich mich wie die grinsende Katze aus Alice im Wunderland.
Mit einem grossen Grinsen all jenen ins Gesicht lachend, die nie geglaubt hätten, dass aus mir irgendetwas werden könnte. Die meine Art zu leben und zu denken kritisieren und kein Verständnis aufbringen für meine Entscheidungen mein Leben so zu gestalten und zu leben, wie ich es für richtig halte, ob es denen nun in den Kram passt oder nicht.
Ein fettes Grinsen der Verachtung all jenen, die immer noch ein Problem damit haben, dass homosexuelle Menschen heiraten dürfen, dass es in Ordnung ist jemanden wegen seines Äusseren zu beleidigen und zu mobben.
Ein fettes Grinsen der Bosheit all jenen unbelehrbaren, fehlgeleiteten Geistern da draussen, die immer noch nicht begriffen haben, dass faschistoides Gedankengut kompletter Schwachsinn ist.
Ein breitgefächertes Grinsegesicht all jenen, die immer noch an antiquierten Moralvorstellungen hängen und nicht begreifen wollen, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben und die Dinge sich endlich ändern müssen.
Ein fettes Grinsen des niemals aufgebens auch an all die dummen, arroganten und heuchlerischen Machthaber dieses Planeten, die immer noch ihre Bürger unterdrücken, foltern und leiden lassen.
Eine fette Grinseattacke auch an all die selbstsüchtigen, besserwisserischen Klugscheisser mit ihren dämlichen Ansichten und Bemerkungen, die einfach nicht begreifen wollen, dass sie die Weisheit mit Sicherheit nicht mit Löffeln gefressen haben.
Wenn all die Menschen, die diese Welt in den Abgrund zerren wollen und mit ihrer falsch gepolten Umweltpolitik, ihren tierquälerischen, perversen und unmenschlichen Taten und ihrem selbstgerechten Gebaren denken, sie könnten irgendwann, in irgendeiner Form den Sieg davon tragen, dann kann ich auch denen nur eiskalt in ihre Gesichter grinsen!

Die Welt gehört denen, die an sie glauben und die bereit sind, zu akzeptieren, statt nur zu tolerieren, die mit offenen Augen durch diese Welt gehen und helfen, wo Hilfe gebraucht wird, die zuhören, wenn jemand einen Menschen zum zuhören braucht, die nicht wegschauen und die verändern wollen, wo Veränderung dringend nötig ist und die einfach nur Mensch sind!

Ich fühle mich heute wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland und ich verspüre ebenso ein kleines Gefühl der Freude und des Triumphs in meinen Augen...

Was ist mit euch? Grinst ihr mit?



















Donnerstag, 16. Mai 2013

Das Leben und Ich

+Hallo, ich bin dein Leben!
-Ja,nee...is klar...
+Nein, wirklich! Ich dachte mir, es könnte doch ganz nett sein, wenn wir zwei uns mal ganz ausgiebig unterhalten!
-Hmm, ich finde, dass könnte ganz leicht den Eindruck eines Egotrips erwecken...
+Nun ja, wenn wir die Unterhaltung in die falschen Bahnen lenken, dann besteht diese Gefahr durchaus, aber wir wollen doch ein intelligentes Gespräch führen, habe ich nicht recht?
-Das klingt wirklich ganz nett. Zumindest könnte es helfen, dass meine Leser mich ein wenig besser kennenlernen, gell?
+Oder schlicht für schizophren halten...
-Schon möglich...
+Wie dem auch sei : Wollen wir mit dem Interview beginnen?
-Aber immer! Leg los!

+Nun denn. Wie gefalle ich dir eigentlich bis jetzt? Ich drücke es mal verständlich aus : Wie gefällt dir dein eigenes Leben bis zu diesem Augenblick?
-Puh, du fängst ja direkt mit einer sehr komplexen Frage an und ich muss zugeben, dass sie gar nicht so einfach zu beantworten ist...
+Wieso? Was ist denn so schwer daran?
-Nun ja, zu dieser Frage gibt es eigentlich mehrere Subebenen.
+Hmm, das klingt mir jetzt irgendwie ziemlich abstrus. Versuch doch einfach mal, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren!
-Oh je...Also, ich probiere mal die verschiedenen Facetten einzeln zu beleuchten. Als erste Ebene führe ich dann mal die globale Komponente an, die sich aus meiner Existenz im Gesamtbild unseres Planeten ergibt. Wenn ich mir ansehe, was in dieser Welt international alles so stattfindet, wie zum Beispiel Hunger, Armut, Leid, Not, Elend,qualvolle Schmerzen und andere kaum aufzulistende Gräuel, dann wäre ich reichlich arrogant, mein Leben nicht als herrlich und phänomenal zu beschreiben, oder? Ich werde weder wegen meiner politischen Ansichten verfolgt, noch für meine sexuelle Orientierung angefeindet oder wegen meines Lebensstils gemobbt. Ich leide weder an einer todbringenden Krankheit, noch habe ich ein, nach gängigen Schönheitsidealen, hässliches Äusseres und ich glaube mein Intellekt ist ebenfalls nicht zu verachten. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass mir unter diesen Aspekten mein Leben einfach mehr als super gefällt. Nach diesen Maßstäben bin ich glücklich!
+Hervorragend! Das scheint mir schon mal ein gutes Zeichen zu sein. Zumindest wirkst du nicht arrogant oder egoistisch - jedenfalls nach globalen Maßstäben.
-Da sag ich doch mal danke und hoffe, das die Menschen, die mich kennen, dass genauso sehen.

+So, dann wollen wir doch mal in die Tiefe gehen. Was ist mit den anderen Ebenen dieser elementaren Frage?
-Nun gut, ich werde es versuchen. Die zweite Ebene ist die offensichtliche, private Ebene, die das Sozialleben, das Liebesleben und den Freundeskreis betrifft und was diesen Bereich angeht, gibt es ebenfalls keinerlei Grund zur Klage. Ich habe ein gesundes Sozialleben, fantastische Freunde und eine wundervolle Frau, mit der ich über alles sprechen kann, was mich bewegt - und was das Sexualleben angeht...
Also,wie gesagt, auch auf dieser Ebene kann ich nur bestätigen, dass ich mich als einen glücklichen Menschen betrachte!
+Das klingt ja ausgesprochen gut! Gibt es auch negative Ebenen?
-Auf jeden Fall! Da wäre zum Beispiel die materielle Ebene, auch wenn eine diesbezügliche Beschwerde unter globalen Gesichtspunkten schon wieder egoistisch rüberkommen könnte...Jedenfalls gefällt mir weder mein Beruf, noch die finanzielle Ausbeute die er abwirft, da es gerade so zum Leben reicht und mich einfach nicht erfüllt.
+Und warum änderst du dann nichts daran?
-Oh,weh...das klingt einfacher als es ist...Finde als ungelernter Mensch heutzutage mal einen vernünftigen Job.
+Und was ist mit künstlerischen Tätigkeiten?
-Naja, meine Zeichenkünste sind mittlerweile doch eher bescheiden und in Bildhauerei bin ich ebenfalls eine totale Niete. Das einzige, was mir liegt, ist das Schreiben - zumindest bilde ich mir das meistens ein. Ich hätte also diesbezüglich nichts gegen einen Bestseller einzuwenden.
+Herrje, wenn das jetzt mal nicht doch zu sehr nach Egotrip klingt...
-Tja, du hast diese Frage schliesslich gestellt und ich versuche, mich hier zu öffnen, ohne zuviel von mir preis zu geben. Gar nicht so einfach.

+Nun denn, gibt es noch andere Ebenen oder kann ich hier festhalten, dass du tendenziell glücklich bist?
-Es gibt noch einige Ebenen, aber diese komplett aufzudröseln würde hier definitiv den Rahmen sprengen. Prinzipiell kann man aber schon sagen, dass ich eher in Richtung Glück tendiere.
+Wo gibt es denn Defizite?
-Verdammt, du willst es auch wirklich ganz genau wissen,oder?
+Gegenfragen sind eine Art von Ausflucht. Du willst wohl nicht darauf antworten?
-Doch, klar! Sonst hätte ich dich doch gar nicht erst diese Frage stellen lassen. Okay, also ich empfinde mich manchmal als zu zurückhaltend und schüchtern. Ich würde sehr gerne mal über die Stränge schlagen und vollkommen aus mir herausgehen, aber dazu fehlt mir irgendwie der Mut...
+Feigling!
-Na, du hast leicht reden! Du bist ja nicht mit meinem Alltag konfrontiert oder müsstest dich rechtfertigen oder für deine Taten die Verantwortung übernehmen.
+Wie kommst du denn darauf? Immerhin bin ich du! Dein Leben! Alles, was du tust, macht aus mir was ich bin, in den Augen der Welt, deiner Freunde, deiner Frau, deiner Familie und insofern stehe ich als Synonym für dein gesamtes Verhalten!
-Ist das jetzt eigentlich ein philosophisches oder eher ein esoterisches Gespräch, was wir hier führen?
+Kommt auf den Standpunkt an. Willst du noch mehr zu deinen Defiziten sagen oder sollen wir ein neues Thema in Angriff nehmen?
-Neues Thema?

+Wundervoll! Dann sprechen wir nun mal über deine Schwächen!
-Grossartig...
+Na, nun hab dich nicht so! Schwächen hat nun einmal jeder auf der Welt und genau das ist es doch, was uns zu Menschen macht. Nun, was würdest du also sagen? Was sind deine Schwächen?
-Ist Schüchternheit eine Schwäche?
+Nein.
-Und Zurückhaltung?
+Wenn es dabei um mangelnde Zivilcourage ginge, dann wohl schon, ansonsten ist das doch eher eine Charaktereigenschaft.
-Ich sehe zuviel fern, lasse mich manchmal zu sehr treiben, habe kein Durchhaltevermögen, bewege mich zu oft in sozialen Netzwerken, was mich von zu erledigenden Aufgaben abhält, verstecke mich unter einer Wohlfühlmaske aus leicht verdrehter Persönlichkeit, indem ich meine innere Extrovertiertheit mit äusserlicher Introvertiertheit überlagere...
+Stop! Du sollst hier nun nicht einfach alle deine Charakterzüge aufzählen, die dich zu dem Menschen machen, der du heute bist, sondern nur kurz ein paar deiner Schwächen aufzählen!
-Hab ich doch gemacht! Oder willst du hören, dass ich zu gerne Süssigkeiten esse, oft zu spät ins Bett gehe oder zu häufig an Sex denke?
+Ist ja schon gut! Betrachten wir diese Frage einfach mal als abgehakt.
-Prima!

+Kommen wir zur nächsten Frage, die deine Leser wahrscheinlich besonders interessieren dürfte.
-Und welche wäre das?
+Gibt es etwas, was du deinen Freunden oder deiner Familie noch nicht erzählt hast?
-Ja! ich habe noch gefühlte hunderte von Manuskripten von unfertigen Stories und Erzählungen in meinem Zimmer herumliegen!
+Wirklich hochinteressant, aber das ist nicht wirklich dass, was die Menschen wissen wollen...
-Hab ich mir fast gedacht...Soll ich vielleicht von meinen Depressionen erzählen?
+Klingt nach einem Plan!
-Na schön, also für alle, die es noch nicht wissen und die es interessiert : Ich leide seit einer ganzen Weile an Depressionen und befinde mich deshalb in psychotherapeutischer Behandlung.
+Klingt ja nicht gerade positiv. Muss ich mir Sorgen machen?
-Nein! Ich habe mittlerweile gelernt, damit zu leben und dank meiner Therapeutin habe ich auch begriffen, vieles mit anderen Augen zu sehen, was mir durchaus eine Menge an Lebensqualität zurückgebracht hat.
+Na, das hört sich doch ganz positiv an!
-Finde ich auch! Es gibt zwar auch in diesen Bereichen durchaus noch Defizite und Gesprächsbedarf, aber die Therapie läuft ja auch noch und ich denke,dass diese Dinge ebenfalls am Ende zum Positiven führen werden.
+Es gefällt mir, wie offen du über diese Dinge sprichst.
-Das liegt daran, dass ich dazu beitragen möchte, das Thema Depression aus dem Schattendasein zu holen, in dem es sich in der heutigen Zeit leider noch immer befindet. Ich finde es wichtig, diese Dinge zu thematisieren und anderen Menschen Mut zu machen, sich zu öffnen und sich ihrer psychischen Probleme nicht schämen zu müssen.

+Okay, dann versuchen wir doch mal das nächste Thema anzusprechen. Du hast gerade eine Vasektomie machen lassen...
-Moment mal! Das geht nun wirklich ein wenig zu sehr ins Detail und mein Privatleben soll hier jetzt auch nicht komplett nach aussen getragen werden!
+Naja, aber es könnte doch den ein- oder anderen da draussen interessieren, wie so ein Eingriff vonstatten geht und ob es schmerzhaft ist.
-Oh Mann, dazu gibt es genug einschlägige Literatur und auch im Internet lässt sich dazu eine Menge finden. Ob es schmerzhaft war? Nun ja, sagen wir mal so: Es war extrem unangenehm und hat auch die Tage danach noch ganz schön gezogen, aber es war erträglich.
+Na gut, dann belassen wir es einfach dabei.
-Find ich gut!

+Themawechsel - Ich habe gehört du bist Veganer und ißt absolut keine tierischen Produkte?
-Lustig...Du bist mein Leben, also ist es ja wohl klar, dass du davon gehört haben musst.
+Okay. Aber möchtest du dazu etwas sagen?
-Nicht wirklich...Es ist für mich eine persönliche Entscheidung,die jeder Mensch für sich selber treffen muss und ich schreibe niemandem vor, wie er oder sie sich zu ernähren hat.
+Dennoch liegt dir dieses Thema sehr am Herzen, oder?
-Natürlich! Und ich freue mich über jeden, den ich zum Nachdenken anregen kann und der vielleicht sogar in Erwägung zieht, seine eigenen Ernährungsgewohnheiten zu überdenken. Allerdings bin ich kein überheblicher Gutmensch, der mit dem Vorschlaghammer daherkommt und allen, die nicht vegan leben, Vorwürfe aufgrund ihrer Entscheidungen macht.
+Und warum genau bist du Veganer geworden?
-Wie gesagt, aus Gewissensgründen. Ich könnte jetzt die enorme, qualvolle Ausbeutung der Tiere und ihr unsägliches Leid anführen, ich könnte mit verschwendeten Ressourcen argumentieren, die für die Haltung und Zucht von Nutztieren aufgewendet werden müssen und anderweitig besser genutzt werden könnten, ich könnte auch erwähnen, dass es eine gewaltige Wasservergeudung und Nahrungsmittelverschwendung darstellt, die das übertriebene Halten von zu vielen Nutztieren mit sich bringt oder auch mit den unglaublich tierquälerischen Bedingungen kommen unter denen die Tiere leben müssen und tausende anderer Fakten, die gegen den Fleischkonsum sprechen - aber alle diese Dinge, die zwar den Tatsachen entsprechen, werde ich hier nicht anführen, da wie gesagt, jeder seine eigenen Entscheidungen treffen muss und ich niemanden dafür kritisieren oder anfeinden will.
+Nun ja...in gewisser Weise hast du das aber dennoch gerade getan.
-Nicht wirklich und wenn das so rüberkam,dann tut es mir leid. Ich habe einfach nur ein paar Tatsachen wiedergegeben und wie jemand diese Fakten aufnimmt oder empfindet, darauf habe ich keinerlei Einfluss.
+Aber manch einer wird sagen, dass man über diese Tatsachen streiten könnte.
-Okay,da könntest du unter Umständen recht haben und deshalb werde ich das ganze einfach mal auf zwei simple Fakten reduzieren, die für mich persönlich elementar sind und jeder kann danach seine eigene, individuelle Entscheidung fällen. Dennoch verurteile ich niemanden!
+Da bin ich gespannt.
-Fakt Eins - und dieser Fakt steht absolut ausser Frage - Tiere haben ein Schmerzempfinden und können leiden. Sprich : Sie sind Lebewesen, die atmen, fressen, schlafen und Empfindungen haben. Das ist unbestritten.
+Stimmt.
-Fakt Zwei - und auch hier gibt es keinerlei Zweifel - Um Tiere essen zu können, müssen sie getötet werden.
+Stimmt auch.
-Also : Zusammengefasst bedeutet das nichts anderes, als dass Menschen empfindungsfähige Wesen töten, um sie zu essen. Mehr brauche ich persönlich nicht zu wissen, um mir meiner Entscheidung absolut sicher zu sein.
+Okay. Also an diesen beiden Tatsachen gibt es tatsächlich nichts zu rütteln...
-Eben! Können wir nun das Thema wechseln?
+Klar
-Danke, ich will hier schliesslich keine kontroverse Diskussion ins Rollen bringen.

 +So, aus sicherer Quelle habe ich erfahren, dass du Bisexuell bist?
-Na, da wird die sichere Quelle wohl eine wichtige Erkenntnis zu Tage gebracht haben, denn das entspricht den Tatsachen.
+Herrje, habe ich dich soeben geoutet?
-Nicht wirklich. Es ist ja nun nicht so, dass ich ein grosses Geheimnis daraus machen würde.
+Allerdings hängst du es auch nicht an die grosse Glocke...
-Warum auch? Ich finde, um diese ganze sexuelle Orientierung eines Menschen wird heutzutage viel zuviel aufhebens gemacht. Spielt es denn ernsthaft eine Rolle, ob jemand auf Frauen oder auf Männer steht? Wenn sich Menschen lieben, dann lieben sie sich - Punkt!
+Menschen? Meinst du nicht eher zwei Menschen?
-Sagen wir mal so: Nein! Meistens ist das natürlich der Fall, aber es gibt auch polyamore Beziehungen mit mehr als zwei Menschen. Selbst wenn es den meisten schwer fallen dürfte, dass nachzuvollziehen und es für mich auch eher nicht in Frage käme, so wäre es dennoch anmaßend, Menschen zu verurteilen, die sich für diese Form des Zusammenlebens entschieden haben.
+Scheint so als seist du ein sehr offener Mensch.
-Allerdings.
+Und stehst auch auf Männer?
-Nun ja, ich glaube darum nennt man es Bisexuell.
+Gibt es noch Bemerkungen hierzu, die du gerne loswerden möchtest?
-Ja! Menschen sollten in unserer Welt keine Angst haben müssen vor ihrer eigenen sexuellen Orientierung und es sollte niemand deswegen gemobbt werden oder diskriminiert. Warum muss es überhaupt thematisiert werden? Lasst uns jeden Menschen einfach so akzeptieren, wie er oder sie ist, ohne es zu hinterfragen.
+Das hört sich wirklich gut an.
-Eben! Und es ist so simpel!

+Ich denke zum Abschluss wäre vielleicht eine lustige Begebenheit aus deiner Vergangenheit für deine Leser ganz witzig.
-Oh je...
+Oder ein kurzer Witz?
-Noch schlimmer...
+Versuchs doch mal!Fällt dir nicht doch eventuell was humorvolles ein?
-Da müsste ich jetzt echt überlegen.
+Nur die Ruhe, lass dir Zeit.
-Ausgesprochen gnädig von dir.
+Keine Ursache! Für jemand so gut aussehenden wie dich, da mach ich doch gerne mal eine Ausnahme!
-Na, da spricht aber ein wahrhaft weiser Intellekt!
+Passt doch zu deiner fantastischen Ausstrahlung!

*HEY! WAS SOLL DENN JETZT DIESE BESCHEUERTE LOBHUDELEI UND DIESES UNERTRÄGLICHE EIGENLOB? GEHTS NOCH??
+Wer spricht denn jetzt da?
-Würd mich auch mal interessieren...
*DEIN GEIST
+Häh?
-Häh?
*NA, DEIN INNERES SELBST.DEIN GEFÜHL.DEIN GEWISSEN.DEINE SEELE.
+Ach so...
-Und was willst du?
*DIESEN UNERTRÄGLICHEN DIALOG STOPPEN.ES SEI DENN DU WILLST WIRKLICH SCHIZOPHREN WERDEN.
+Nö,
-eigentlich nicht.
*NA DANN...
+...verabschiede...
-...ich mich an dieser Stelle mal von meinen Lesern und hoffe ihr habt ein bisschen mehr von mir erfahren ;)

*+-EUER

DUNKELSCHEIN


-Pssst...Kommt ein Indianer zum Friseur. Kommt wieder raus - Ist sein Pony weg!...
+Also Witze sind echt nicht dein Ding...




Montag, 25. März 2013

Die Moderatorin und der Zombie

- Hallo und einen wunderschönen Guten Abend an alle Hörer da draussen.
Heute habe ich mir einen ganz besonderen Gast in die aktuelle Talkshow eingeladen und ich muss sagen, mir ist schon ein wenig mulmig zumute bei dem Anblick, der sich mir soeben bietet. Mein heutiger Talkgast ist nämlich ein waschechter Zombie! Ich hatte ja bereits in der Vergangenheit so manchen Gesprächspartner, der ziemlich wortkarg war und bei dem mir durchaus ein ums andere Mal der Gedanke gekommen war, er könnte bereits gestorben sein, aber ein echter Toter - oder in dem Fall eher Untoter - war noch nicht dabei.
Herzlich willkommen!
+ Urgh
- Aha...Das ist wohl die originalgetreue Begrüssung unter euch Zombies - ich darf doch Zombie sagen?
+ Urgh
- Verstehe. Also unsere Hörer sind natürlich brennend daran interessiert, wie sie eigentlich zu einem Untoten geworden sind. Möchten sie dazu vielleicht ein paar Worte sagen?
+ Urgh
- Hmm...nur dass sie mich nicht falsch verstehen und mich eventuell sogar anfallen, aber diese extrem kurzen Antworten helfen ihnen nicht gerade dabei Sympathien mit unseren Zuhörern aufzubauen. Ist ihnen als Zombie daran gelegen das Image eines Untoten ein wenig aufzupolieren?
+ Urgh

- Ich merke schon - So kommen wir anscheinend nicht weiter und wir müssen wohl noch ein wenig hartnäckiger nachbohren. Entspricht es den Tatsachen, dass sie sich hauptsächlich von den Gehirnen noch lebender Menschen ernähren?
+ Urgh
- Ich interpretiere dass ganz einfach mal als ein 'Ja' und stelle mir sogleich die nächste Frage. Wie lässt sich das mit ihrem Gewissen vereinbaren und hat so ein lebender Toter eigentlich ein Gewissen?
+ Urgh
- Ich schätze mal, dass wird ein langes und anstrengendes Interview, doch sie können mir glauben, ich hatte schon wesentlich schwierigere Gesprächspartner in der Vergangenheit. Vielleicht erzählen sie unseren Hörern wenigstens, wie sie es mit der Körperpflege so handhaben. Spielt das für sie überhaupt noch eine entscheidende Rolle oder sind die Zeiten der Hygiene definitiv vorbei?
+ Urgh
- Herrje, sie machen es mir ehrlich gesagt nicht gerade leicht...
+ Urgh

- So, dann kommen wir jetzt zu der Rubrik 'Hörerfragen'. Sollte da draussen unter unseren Zuhörern jemand sein, der schon immer gerne einmal einem Zombie eine Frage stellen wollte oder jemand irgendwelche Anregungen haben, dann ist er oder sie nun herzlich eingeladen. Rufen sie einfach unter der bekannten Telefonnummer an und da hab ich auch schon den ersten Hörer in der Leitung!
Was haben sie für eine Frage?
* Ja, hallo, mein Name ist Werner und ich möchte gerne wissen, ob eine Zombifizierung rückgängig zu machen ist?
+ Urgh
- Ich denke, die Frage ist damit zufriedenstellend beantwortet. Wen hab ich als nächstes in der Leitung?
* Ungh
- Aha, klingt nach einem Kollegen von ihnen. Was haben sie für eine Frage?
* Ungh?
+ Urgh!
* Ungh
+ Urgh
- Ja, soviel dazu...Ich unterbreche ihr anregendes Gespräch an dieser Stelle mal und stelle den nächsten Anrufer durch. Hallo? Wer spricht dort bitte?
* Hilfe! ich werde von einer ganzen Horde Untoter belagert und brauche dringend Unterstützung! Oh, mein Gott - sie kommen! Aaaah! Neeeeiiiiiinnnn....
- Meine Güte...da hat sich augenscheinlich jemand vewählt. Kann im Eifer des Gefechts schon einmal passieren. Ich stelle mal zum Notruf durch.

- So, wir haben noch Zeit für einen weiteren Anrufer. Wer ist dort bitte in der Leitung?
* Hier ist die Gabi und ich möchte gerne wissen, ob sie als Moderatorin dieser Sendung noch alle Tassen im Schrank haben? Wir befinden uns mitten in einer Zombie-Apokalypse und sie machen hier einen auf schwachsinniger Talkrunde!
- Ach herrjemine...Also Beleidigungen und Mobbing sehen wir hier bei uns im Studio nicht so besonders gerne. Schade, ich hätte gerne noch mehr ernsthafte Anrufer gehört...
Allerdings kommt mir dadurch eine weitere Frage in den Sinn : Haben wir überhaupt noch eine Chance die Apokalypse durch Untote noch aufzuhalten oder zu verhindern?
+ Urgh
- Das dachte ich mir, dass sie auf diese Frage nicht antworten wollen. Nun gut, kommen wir zu persönlichen Verlusten. Da mir aufgefallen ist, dass ihnen während unseres Gespräches der linke Arm abhanden gekommen zu sein scheint - Wie geht jemand wie sie mit solchen Verlusten um?
+ Urgh
- Na, dass klingt irgendwie schmerzhaft! Verspürt man als Untoter eigentlich noch Schmerzen?
+ Urgh
- Sie machen mir meine Arbeit nicht besonders leicht. So etwas unkooperatives habe ich in meiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt. Würden sie uns zumindest erzählen, was sie für ihre Schönheit tun? Ich meine, dass raushängende Auge und der halb zerfetzte Kiefer sind bestimmt nicht gerade der letzte modische Schick oder täusche ich mich diesbezüglich?
+ Urgh

- Puh! Für alle, die jetzt erst eingeschaltet haben. Ich habe heute immer noch einen waschechten Zombie zu Gast und versuche, mit gezielten Fragen einmal hinter die Fassade eines solchen Untoten zu blicken. Allerdings zeigt sich mein Talkgast relativ unbeeindruckt von meinen Versuchen und ich bin geneigt, dieses Interview tatsächlich vorzeitig zu beenden.
+ Urgh
- Hören sie das? Genau das meine ich! Versuchen wir mal ein paar unverfänglichere Fragen. Haben sie als Untoter noch so etwas wie Familie ? Gibt es also noch so genannte Strukturen in ihrem - ich nenne es mal lapidar - Rudel?
+ Urgh
- Nun gut...es ist ihr gutes Recht, die Antwort auf diese Frage schuldig zu bleiben. Es geht schliesslich ziemlich in ihre Privatsphäre dabei. Wo mir auch schon die nächste Frage in den Sinn kommt. Wie sieht das bei euch Zombies mit der Privatsphäre aus? Gibt es so etwas noch oder seid ihr ein Gemeinschaftskollektiv ohne Geheimnisse voreinander?
+ Urgh
- Ich merke schon: Sie haben keinerlei Bedürfnis nach Kooperation und ich bin geneigt, das Interview an dieser Stelle tatsächlich einfach abzubrechen... Nein, nein! Sie müssen dazu nicht extra aufstehen!
Aber vielleicht könnten sie mir nur eine Frage beantworten. Wie kommt es eigentlich, dass die Menschen, hinter denen sie her sind, kaum vor ihnen fliehen können? Ich meine, die Flüchtenden rennen buchstäblich um ihr Leben und sie torkeln wie in Zeitlupe hinterher und dennoch schaffen es die Fliehenden nicht, ihnen zu entkommen. Was ist ihr Geheimnis? Was steckt dahinter?
+ Urgh

- So kommen wir nicht weiter... Hören sie, sie brauchen nicht näher zu kommen. Bleiben sie einfach da stehen, okay? Sie bleiben in ihrem Bereich und ich bleibe hier auf meinem Moderatorenstuhl.
+ Urgh
- Na schön, wenn sie sich damit besser fühlen, soll es mir Recht sein. Versuchen wir mal eine konkrete Frage zum Thema Ansteckung. Entspricht es den Tatsachen, dass jemand, der von ihnen gebissen wird, selbst zu einem Zombie mutiert oder ist das eher eine Form von Paranoia?
+ Urgh
- Herrje, sie kommen mir aber mittlerweile ganz schön nahe...Zur Abwechslung könnte ich doch mal auf Verteidigungsmassnahmen zu sprechen kommen. Wenn sie so als lebender Toter auf ein potentielles Opfer zutaumeln, welche Formen der Verteidigung gibt es in diesen Fällen?
+ Urgh
- Hey! Jetzt lassen sie mal schön ihre Hände bei sich, okay? Ich bin glücklich verheiratet und hege keinerlei Intentionen mit ihnen intimer zu werden.
+ Urgh

- Oh! Wie ich soeben sehe, kommt mein Kollege Markus soeben zur Tür rein. Eventuell hat er noch ein paar Anregungen zum Thema beizusteuern! Hallo, Markus, schön dich zu sehen!
* Hast du vollkommen den Verstand verloren? Da draussen herrscht Ausnahmezustand! Wir werden von Untoten geradezu überrannt!
- Hmm, diese Bemerkung ist nicht gerade hilfreich und ich glaube nicht, dass unser Talkgast unter diesen Umständen mitteilsamer werden dürfte...
+ Urgh
- Oh jemine...Sag mal, Markus, was hast du mit dieser Waffe in deiner Hand vor?
* PENG ! PENG !
- Ich finde es nicht besonders höflich von dir, meinem heutigen Gesprächspartner einfach die Rübe wegzuballern. Ich hatte gerade das Gefühl einer gewissen Annäherung und ich denke, dass ich es durchaus noch geschafft hätte, etwas aus ihm heraus zu bekommen. Nicht besonders professionell, Markus.
* Du bist ja irre! Der ganze Flur ist voll von den Viechern! RENN UM DEIN LEBEN!!!

- Tja, liebe Zuhörer, Markus hat uns soeben verlassen und auch mein Talkgast wird wohl kaum noch mit uns sprechen wollen. Wer könnte es ihm unter diesen Umständen verdenken. Ich hätte auch keine Lust mehr zu kooperieren, wenn mir jemand den Kopf wegballert. Ich glaube, da erhält die nächsten Tage wohl jemand seine Kündigung...

- Ah! Ich sehe gerade, dass ein paar Kollegen meines leider unpässlichen Talkgastes zur Tür hereinkommen! Herzlich willkommen in meiner Sendung. Wären sie eventuell so freundlich, unseren Zuhörern einige Fragen zu beantworten?
+ Urgh
* Ungh
° Argh
- Nun gut, zumindest sprechen die drei anscheinend unterschiedliche Dialekte und - HEH! Also mich zu beissen ist nicht unbedingt die feine englische Art...Ich glaube, ich muss ihnen mal ein paar Manieren...ein paar...ein....ich...also...gnnnglll...

-  Urgh
+ Urgh!
* Ungh
° Argh

+ Okay, Leute, wir können mit der Scheisse aufhören!
* Was für ein Glück. Ständig diese Grunzgeräusche sind ganz schön anstrengend...
° Naja, sowas erwarten die Leute einfach von uns Zombies. Willst du ihren Kopf essen?
+ Nein nein...bedien dich nur!
° Danke! Echt lecker die Tussi...





Sonntag, 10. März 2013

Gleiches Recht für alle

Stellen wir uns mal kurz eine andere Welt vor.
Nehmen wir mal an, in dieser fiktiven Welt wäre Homosexualität die vorherrschende Orientierung und nur ein kleiner Prozentsatz auf dieser Welt wäre heterosexuell.
Und nehmen wir mal weiterhin an, dass es sogar so ist, dass obwohl diese erfundene Welt eine sehr tolerante und weltoffene Erde darstellt, Heterosexualität dennoch in den Köpfen vieler Menschen argwöhnisch beäugt wird, es sogar an der Tagesordnung ist, blöde Witze darüber zu machen und sich deswegen auch viele Menschen einfach nicht trauen, sich als heterosexuell zu outen.
Klingt irgendwie sehr befremdlich und dennoch auch wieder sehr vertraut, oder?
Ist einfach erstmal nur ein kleiner Perspektivwechsel.
In einer solchen Welt könnte die folgende Unterhaltung zwischen zwei Vätern und ihrem heranwachsenden Sohn stattgefunden haben :

Sohn: Papa Volker, Papa Horst - ich möchte kurz mit euch reden. Ich habe euch etwas zu sagen, was mir sehr schwer fällt...

Volker: Aber mein Junge, es gibt doch nichts, was dir uns gegenüber schwerfallen müsste.

Horst: Genau! Schütte uns dein Herz aus. Wir hören dir zu.

Sohn: Okay, ich versuchs...Habt ihr euch eigentlich jemals gefragt, warum ich bisher noch nie einen Freund mit nach Hause gebracht habe?

Horst : Naja, du bist doch noch recht jung. Diese Liebesdinge brauchen einfach manchmal ihre Zeit.

Sohn: Aber das ist es ja, ich bin verliebt!

Volker : Oh! Na das freut mich aber für dich! Wer ist es denn? Der süsse Junge aus deiner Parallelklasse etwa?

Sohn: Nein. Sie heisst Katrin...

Horst: Du meinst ...

Sohn: Papa, Paps - Ich bin Hetero...

Volker: Scheisse! Das ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder?

Horst: Hast du dabei eigentlich auch nur einmal an uns gedacht? Was macht denn das für einen Eindruck auf die Nachbarn?

Sohn: Und ich? Die Nachbarn sind mir doch scheissegal! Habt ihr euch mal gefragt, wie ich mich dabei fühle?

Volker: Mach dir mal keine Sorgen. Ich hab gehört, dass sei heutzutage therapierbar!

Sohn: Was? Ich will nicht therapiert werden! Ich bin doch nicht krank, sondern einfach nur Hetero!

Horst: Aber das kann nicht dein Ernst sein! Du weisst doch, dass Gott Heteros hasst! Willst du denn nicht in den Himmel kommen?

Sohn: Papa, ich kann mir nicht vorstellen...

Volker: Verdammt, mein eigener Sohn ist ein Muschilader! Ich glaub ich krieg hier gleich nen Herzinfarkt!

Horst: Da siehst du, was du deinem Vater damit antust!Ich verlange, dass du dich entschuldigst und Busse tust!

Sohn: Ich dachte, ihr habt mich lieb und würdet das verstehen...

Ich breche hier mal die Unterhaltung ab, denn im Grunde wird hier bereits einiges deutlich...
Wenn man sich nun mal vorstellt, Heterosexuelle besässen in einer solchen Welt die Dreistigkeit und würden für Gleichberechtigung eintreten, die Gleichstellung mit einer Homo-Ehe vor dem Gesetz einfordern oder sich einfach nur einen unvoreingenommenen Umgang mit ihrer sexuellen Orientierung vom Rest der Bevölkerung wünschen.
Eine Katastrophe wäre die Folge!
Oder etwa nicht...?
Falls irgendjemand in einer solchen Welt leben möchte,die diese Wünsche nicht akzeptieren will, so kann ich an dieser Stelle alle Homosexuellen beglückwünschen, denn in einer solchen Welt befinden wir uns bereits!
Und alle Heterosexuellen, die sich auch nur ansatzweise so fühlen möchten, die sind herzlich eingeladen, sich in die eingangs beschriebene fiktive Welt zu versetzen, um sich mal ein Bild zu machen, welche emotionale Tortur das bedeuten kann.
Ich kann nur sagen, ich fühle mich echt beschissen, in einer solchen Welt der Intoleranz, Entfremdung, Anfeindung und Inakzeptanz der Homosexualität zu leben und ich schäme mich regelrecht, wenn ich die Tageszeitung lese oder den Fernseher anmache, wenn ich mitbekomme, wie allen Ernstes immer noch darüber diskutiert wird, ob es eine rechtliche Gleichstellung der Homo-Ehe zur 'herkömmlichen' Ehe geben sollte.
Mir platzt ja bereits bei dem Wort 'Homo-Ehe' der Kragen, denn eine Verbindung zwischen zwei Menschen, die sich lieben und die Ja zueinander sagen wollen, ist immer eine Ehe und eine Homo-Ehe unterscheidet sich dabei in keinster Weise von einer Hetero-Ehe.
Das Wort allein hat also bereits einen diskriminierenden Charakter.
Machen wir uns nichts vor : Wir leben in einer Welt, in der die katholische Kirche und auch viele andere Religionen, Homosexualität verdammen; Wir leben in einer Welt, in der Väter und Mütter ihre Kinder verstossen, wenn ihre sexuelle Orientierung nicht in ihr 'Weltbild' passt;
Wir leben in einer Welt, in der Homosexuelle für ihre Ausrichtung verprügelt und sogar getötet werden!
Und ganz ehrlich : Mir reichts! In einer solchen Welt will ich nicht leben und ich schäme mich für all die Menschen, die immer noch nicht begriffen haben, dass Homosexualität genauso normal ist, wie Heterosexualität und es Zeit ist, Homosexuelle nicht mehr zu brandmarken, auszugrenzen, anders zu behandeln oder auch nur neue Bezeichnungen für gleiche Dinge zu finden.
Wir sollten endlich aktiv dazu beitragen, dass Homosexuelle keinen Grund mehr haben müssten, sich zu outen, da die sexuelle Orientierung eines Menschen vollkommen irrelevant ist für seinen Charakter.
'Gleiches Recht für alle' ist ein Satz, den wir alle bestimmt schon tausendmal gehört haben, so dass es den Anschein hat, er wäre fast schon zu einer Farce verkommen...
Es wir Zeit, dass wir uns diesen Satz wieder in seiner vollen Tragweite bewusst machen und endlich anfangen mit der absoluten Gleichstellung aller Menschen auf diesem Planeten!

Gleiches Recht für alle!

Das sagt euch Dunkelschein oder in dem Fall sage ich euch dass höchstpersönlich, denn offen für etwas einzutreten, heisst auch, den Mut zu haben, sich selbst dahinter zu stellen.

Ein Blogpost von

Manuel

Dienstag, 26. Februar 2013

RATTIPEDIA

Heute : Rassismus

Eine imaginäre Kamerafahrt in einen grossen geschlossenen Rattenkäfig. Die Kamera bewegt sich an mehreren Etagen vorbei, umkreist ein Plastikiglu, fährt durch eine längere Röhre hindurch, vorbei an Kuschelhäusern, altem Zeitungspapier, einem Trockenfutternapf und fokussiert schliesslich einen stattlichen Rattenbock.
Zoomt ganz nah heran an seine voluminösen Eier, an denen er sich gerade ganz intensiv leckenderweise gütlich tut...
"CUT!", ruft Mister Fitzroy und guckt ziemlich grimmig drein,"Die letzte Nahaufnahme müssen wir auf jeden Fall aus unserem Film streichen. Das will echt keiner sehen. Musste das jetzt sein, Rantanplan?"
"Tschuldige, Boß...", entgegnet der eierleckende Ratterich kleinlaut,"Kommt nicht wieder vor..."
"Das will ich aber auch hoffen!", ergänzt Mister Fitzroy und blickt sich im Käfig um,"Und wo zum Teufel stecken Bob und Waldemar schon wieder? Wir haben unseren nächsten Auftritt als Rattipedia."
"Echt unprofessionell.", sagt Rantanplan, der schwarz-weisse, etwas langsame, aber sehr liebe Bock und zwar ohne sich dabei erneut an seinem Hoden gütlich zu tun, was mehr ist, als man von ihm unter diesen Umständen erwarten darf.
"Wir kommen ja schon!", ruft Bob, der in einem Affenzahn den Käfig von oben nach unten herunterflitzt und dabei fast über seine eigenen, kleinen Füsschen stolpert,"Waldemar braucht bestimmt noch ein bisschen zum wachwerden..."
"Schlafmütze!", meckert Fitzroy, der Albino und schüttelt den Kopf,"Überhaupt finde ich es ziemlich daneben, den heutigen Begriff aus dem Käfig zu erklären. Normalerweise haben wir hierzu Auslauf!"
"Aber unsere Besitzer sind nicht da!", ruft Bob fröhlich,"Ich glaub, die sind auf einer Hochzeitsfeier..."
"Hochzeit?", fragt Rantanplan neugierig nach,"Was soll denn das für ein komischer Kram sein?"
"Du bist vielleicht doof!", jubelt Bob, der kleine freche Husky-Bock,"Hochzeit ist, wenn zwei Menschen, die sich lieb haben..."
"STOP!", unterbricht Fitzroy wütend,"Heute sollen wir Rassismus erklären und nicht Hochzeit. Hochzeit ist ein andermal dran,klar?"
"Sorry, Chef...", mault Bob,"Ich find Hochzeit sowieso total doof!"
"Kann ich auch heiraten?", fragt Rantanplan und guckt recht dümmlich aus der Wäsche.
"Du?", lacht Bob,"Wen willst du denn bitte heiraten? Etwa Waldemar?"
Bob kugelt sich auf dem Boden vor Lachen.
"Du bist gemein...", schmollt Rantanplan und streckt ihm die Zunge raus,"Vielleicht finde ich ja mal eine hübsche Rattendame?"
"Leute, reisst euch mal zusammen!", ruft Mister Fitzroy,"Hier bei uns herrscht getrennt-geschlechtliche Haltung - hier gibts keine Weibchen!"
"Hast du gehört,Ranti?", kichert Bob und hüpft auf und ab,"Du kannst dir das Eierlecken sparen!"
"Nö, das mach ich doch so gerne.", erwidert dieser und grinst,"Vielleicht heirate ich ja auch dich?"
"Verdammt, hier heiratet niemand irgend jemandem!", brüllt Fitzroy und stampft mit dem linken Vorderfuss auf,"Wir haben hier eine Mission zu erfüllen. Wo steckt denn jetzt Waldemar? Kommt der heute auch nochmal?"
"Der ist mit zur Hochzeit gefahren!", strahlt Rantanplan,"Ich glaube der heiratet heute!"
Mister Fitzroy schüttelt den Kopf.
"Okay, dann machen wir das eben anders...", sagt er und seufzt,"Achtung...fertig..und..."

Heute : Hochzeit

"Also erklären wir jetzt Rassismus oder was?", freut sich Bob und lächelt schief,"Hat doch was mit Hautfarbe zu tun, glaube ich..."
Mister Fitzroy schnauft.
"Ihr macht mich echt wahnsinnig...", grummelt er, "Wir erklären jetzt Hochzeit, dazu haben wir heute glaube ich mehr zu erzählen..."
"Hat das auch was mit der Hautfarbe zu tun?", fragt Rantanplan.
"Nein! Du Honk!", giggelt Bob und dreht sich im Kreis,"Es sei denn, die heiraten aus rassistischen Gründen..."
"Könnt ihr euch mal konzentrieren?",sagt Fitzroy,"Ihr vermischt ja heute alles..."
"Also, was sollen wir heute erklären?", antwortet Rantanplan,"Ich komm nicht mehr mit..."
"Langsam ist mir das völlig egal, was ihr erklärt!" ,brüllt Fitzroy,"Ich hau jetzt ab und leg mich wieder pennen. Vielleicht stolpere ich dann auch über Waldemar..."
Danach drehte er sich um und kraxelte den Käfig nach oben.
"Toll gemacht, Rantanplan!",nörgelt Bob und bewegt sich ebenfalls aus dem Bild,"Nun lässt er uns aus Frust bestimmt heute Abend nicht ans Fressen bevor er alle Leckereien alleine gegessen hat..."
Dann ist auch er verschwunden.
"Also, was sollen wir heute erklären?",fragt Rantanplan erneut und stapft hinter den beiden her,"Ich komm nicht mehr mit..."
Dann ist auch er verschwunden.
Raschelgeräusche sind aus dem Iglu zu vernehmen und der Kopf von Waldemar taucht aus dem Nichts auf. Mit verschlafenen Augen blickt er sich um.
"Hmm...", murmelt er und gähnt lautstark,"Wo sind denn alle?"
Langsam stiefelt er aus dem Iglu und reckt sich.
"Soll ich heute alles alleine erklären, oder was?", mault er,"Naja, ich probiers mal...Heute gehts um Rassismus, glaube ich...Mal sehen..."
Er streckt sich und seine Knochen knacken lautstark.
Dann lässt er grinsend einen fahren.
"Na dann!", sagt er fröhlich,"Also Rassismus kann man nicht erklären, denn es ist einfach nur total dumm! Rassisten sind also total dumm, sonst würden sie nicht aufs Aussehen achten. Also aufs Aussehen der anderen, die nicht so aussehen, wie sie selbst. Sowas ist doch blöd und deshalb sind alle Rassisten nur blöd,so!"
Er stampft mit den Füsschen auf und schnauft.
"Also, wenn mir so ein Rassist vor die Schnauze kommt!", grummelt er und struppt sich auf,"Dann..."
"VERDAMMT WALDEMAR!", brüllt Mister Fitzroy vom oberen Stockwerk herunter und unterbricht seine Gedankengänge abrupt, weshalb Waldemar sogar vor Schreck einen Köttel verliert,"Hör auf mit dem Mist und schieb deinen Arsch hier rauf!"
Waldemar seufzt und setzt sich in Bewegung.
"Blöder Fitzroy....", grummelt er beim Gehen,"Hält sich wohl für was besseres, weil er weiss ist...Sowas ist dämlich..."
"Hey!", ruft Bob, der noch kurz sein Näschen herunterstreckt,"Und damit hast du wieder Rassismus perfekt erklärt! Aber Fitzroy ist nicht so einer..."
"Tschuldige...", sagte Waldemar kleinlaut,"War auch nicht so gemeint...Gibts noch was leckeres zu essen?"
"Klar!", ruft Bob lachend,"Mister Fitzroy ist nicht nachtragend!"
Beide lassen noch einen fahren und stieben lachend davon.




Samstag, 23. Februar 2013

Der Penis und die Vagina

-Du bist ja ganz schön klein...
+Na hör mal, es ist ja auch ganz schön kalt hier!
-Also besonders reizvoll siehst du in diesem Zustand für mich irgendwie nicht gerade aus...
+Tja, das gleiche könnte ich von dir auch behaupten. Du machst auf mich einen recht verklemmten Eindruck.
-Entschuldige bitte, dass ich nicht spontan lostranspiriere, nur weil so ein Mikropenis vor mir auftaucht. Da hab ich schon bereits viel prächtigere Kerle gesehen.
+Du bringst solche Sätze ja ganz schön trocken rüber.
-Vielen Dank, jetzt hab ich Migräne...
+Und ich hab plötzlich Hunger auf getrocknete Früchte. Pflaume?
-Sehr witzig...Ich hasse Trockenpflaumen...
+Na, da sind wir doch schon zwei...
-Arschloch!
+Knapp daneben...

-Und?
+Und was?
-Wächst du jetzt noch oder was?
+Hängt...
-Eben!
+Hängt von verschiedenen Faktoren ab, wollte ich sagen.
-Zum Beispiel?
+Ob ich heissgemacht werde.
-Im Ofen oder was?
+Nein! Komm du erstmal aus dem Trockendock hervor...Ich reagiere sehr stark auf erotische Fotos und auf Berührungen!
-Fotos? Was sollen denn das für Bilder sein?
+Geile nackte Frauen zum Beispiel!
-Macho! Müssen die unbedingt geil sein?
+Naja, ob die erregt sind kann ich jetzt nicht feststellen, aber sie sollten schon hübsch sein...
-Hast du was gegen hässliche Frauen oder was?
+Nö, ich nicht...aber mein Besitzer und seine Augen stehen nunmal auf gut aussehende Frauen!

-Und Männer?
+Kommt auf die Kerle an. Sie sollten auch schon gut aussehen und vor allem nicht zuviele Muskeln haben.
-Hey! Darin sind wir uns also ausnahmsweise mal einig! Und Frauen finde ich auch ziemlich anregend!
+Puh! da wird mir doch glatt ganz warm...
-Na, aber du brauchst deshalb nicht gleich aufzustehen.
+Sorry, ist ein reiner Reflex!
-Ui Ui Ui, na jetzt wirst du ja doch ganz schön gross. Tut das nicht weh?
+Nein im Gegenteil, das fühlt sich ganz reizvoll an.
-Meine Güte, hört das auch mal auf? Was sind denn das für komische Bälle da unten?
+Das ist mein Hoden, magst du ihn?
-Nö, sieht irgendwie seltsam aus. So knorpelig und unförmig,iiiih...
+Grossartig, jetzt werd ich wieder schlapp...
-Sorry!

+Sag mal, wirst du auch manchmal feucht?
-Manchmal...
+Und was ist das da für ein kleiner Knubbel?
-Mein Kitzler!
+Bist du kitzelig oder was?
-So ähnlich...Ist eine Art Lustzentrum.
+Lustzentrum?
-Ja! Wenn du dort ganz sanft dran reibst und streichelst, dann erregt es mich...
+Herrje, du schwitzt ja plötzlich ganz schön heftig.
-Ist nur Erregung. Ich werde irgendwie ganz scharf...
+Scharf? Wie seltsam ist denn das? Kann man mit dir würzen?
-Du bist ein Idiot! Kein Wunder, bei deiner momentanen Blutarmut...
+Na, nun hör aber auf, ich gebe mir wirklich alle Mühe!

-Ist dir aufgefallen, dass du die perfekte Form hast, um in mich hinein zu passen?
+In meinem momentanen Zustand glaub ich dass eher weniger.
-Na, du wächst doch auch mal wieder. Mach ich dich denn gar nicht an?
+Doch schon...Oh, das funktioniert sogar!
-Hui! Und sieh mal an, wie du wieder wächst...
+Boah, das spannt jetzt aber ganz schön! Soll ich mal gucken, ob wir kompatibel sind?
-Oh, jaaah! Bitte kletter in mich rein...
+Und schwupp! Flutscht ja prima!

-Puh...nicht so schnell...
+Sorry, bin grad voll in Fahrt!
-Merk ich schon...Kannst du noch tiefer eindringen?
+Klar! Und schon gehts los! Und jetzt...OH VERDAMMT!
-IIIIIGITTT! Kannst du nicht aufpassen? Wie seh ich denn jetzt aus?
+Entschuldige...ich konnte es nicht zurückhalten...Ist es schlimm?
-Nun ja...es klebt ziemlich...Was ist denn das für ein komisches Zeug?
+Man nennt es Ejakulat...
-Und wozu ist das gut?
+Naja, wenn deine Besitzerin nicht verhütet, dann kann sie von dem Zeug schwanger werden...
-Häh? Wie soll denn das funktionieren?
+Ist nicht meine Baustelle...aber ich glaube, dass wandert in den Körper und befruchtet dort irgendwas...
-Seltsame Sachen gibts...

+Hmm, bist du noch feucht?
-Naja, mal ehrlich, durch deinen Schnellschuß bin ich ja nicht mal warm geworden. Ehrlich jetzt, da musst du dich schon ein bisschen mehr anstrengen!
+Ich geb mir Mühe...HEH! Was ist denn jetzt los? Bin gleich zurück...
-Na super, jetzt haut der einfach ab und lässt mich mit dieser trocknenden Pampe zurück!Pah!

+Hey! Da bin ich wieder! Und sieh mal, wie gross ich wieder bin!
-WOW! Wo warst du denn bloss?
+Ich sag mal so...es gibt noch andere Öffnungen...
-Konkurrenz? Muss ich mir Sorgen machen?
+Nicht wirklich...obwohl es schon geil war...
-Na toll und ich darf wieder mal sehen, wo ich bleibe, oder was?
+Keine Panik! Ich hab so das Gefühl,dass du jetzt dran bist!
-Juchhu! Moment, was ist denn jetzt wieder los?
+Wo willst du denn jetzt plötzlich hin? Warte! Ich will wieder rein...!

-Na, ganz toll...
+Wo warst du denn? ich bin schon fast wieder eingeschlafen...
-Pinkeln...
+Baah! Also das turnt mich jetzt irgendwie so gar nicht an...
-Mich auch nicht. Ich hatte eigentlich eher ans Andocken gedacht.
+Tja, aber nicht ans Trockendock. Heute ist anscheinend echt der Wurm drin.
-Oder wohl eher nicht, hihihi...
+Sehr witzig!
-Na komm, jetzt reiss dich aber mal zusammen. Auf ein Neues! Denk einfach an heisse, willige Frauen!
+Oh, ja, das klingt gut!
-Nackte Brüste, feuchte Spal...
+Stop! Das reicht schon, wir dürfen nicht vergessen, dass wir nicht unbedingt ab 18 freigegeben sind...
-Keine Ahnung, was du meinst, aber ich bin wieder ganz schön naß...
+Hmm, ich stopf dir sicherheitshalber mal das Maul.

-Hey! Das ist jetzt aber echt total geil! Los mach schneller!
+Schon dabei! HEH! BAAAAAAHH!!!!
-MIST VERDAMMTER!
+Und schon bin ich wieder ganz klein. Echt toll gemacht...Was ist denn jetzt passiert?
-Seufzzz...dumm gelaufen. Das ist passiert!
+Wieso ist denn jetzt alles so rot überall?
-Meine Besitzerin hat ihre Periode bekommen...
+Fuck!
-Schön wärs...ich muss ins Bad...Einen Stöpsel reinschieben...
+Na, ich glaub dann wird das heute wohl nichts mehr, was?
-Sorry!Jedenfalls nicht, wenn du auf Sauereien stehst...
+Nicht diese Art von Sauereien...Und weg ist sie...Seufzzz...
-...
+Ich leg mich schlafen...

Sonntag, 10. Februar 2013

RATTIPEDIA

Heute : Valentinstag !


In der staubigen Ferne des Wohnzimmers sind vier näherkommende Silhouetten zu erkennen. Sie bewegen sich in einem gleichförmigen Rhythmus über die Weiten des Teppichs und schliesslich kann man erkennen, dass es sich um vier Farbratten handelt, die eine verdammte Aufgabe zu erfüllen haben. Eine Aufgabe, die sie an ihre Grenzen und darüber hinaus führen sollte.
Mister Fitzroy, der tapfere Albino ist ihr unangefochtener Rudelboss und alle hören auf sein Kommando.
"Hey, Chef!", begann Bob, ein kleines Husky-Böckchen und Mister Fitzroy spuckte lässig auf den Boden,"Findest du nicht, dass wir mit unserem zweiten Auftritt etwas übertreiben?"
Dann pinkelte er auf den Teppich und Waldemar, ein besonders dicker schwarz-weisser Bock fing an zu lachen.
"Wie in einem Billig-Western!", rief er,"Bis auf das pinkeln natürlich..."
In der Ferne konnte man den schwarz-weissen Rantanplan erkennen, der stattliche Black-Hooded  Bock war etwas langsam und hatte beschlossen, sich lieber seine Eier zu lecken.
"Hey!", rief Mister Fitzroy wütend,"Ihr habt den ganzen schönen Auftritt total versaut. Ich dachte, wir könnten die ganze Sache heute mal etwas professioneller angehen, als beim letzten Mal..."
"Klar, Chef.", antwortete Bob und versuchte zu salutieren, was nur dazu führte, dass er sich in einer sehr seltsamen Vorwärtsbewegung herumrollte.
Mittlerweile war auch Rantanplan eingetrudelt.
"Was sollen wir denn heute erklären?", fragte er und liess gepflegt einen fahren.
"Du bist so eine Sau!", grummelte Waldemar,"Jedenfalls nicht stinkige Fürze..."
Bob musste lachen.
"Warum denn nicht?", sagte er,"Dann fangen wir mit den verschiedenen Aromen an!"
"Könnt ihr euch mal zusammenreissen?", schimpfte ihr Anführer und alle versuchten ihr bestes,"Nun sag mal,Bob,was ist das heutige Thema?"
"Das Thema lautet heute Val...Val...Valen...", begann Bob stotternd und Waldemar wollte gerade wütend dazwischenfahren, als Bob mit"Valentinstag" schloss und ihm danach die Zunge rausstreckte.
Waldemar struppte sein Fell auf und schnaufte.
"Schluss jetzt!", rief der Boss," Rantanplan, lass deine Klöten in Ruhe und erklär uns jetzt mal, was das ist!Valentinstag und nicht deine Klöten natürlich"
Rantanplan sah auf und guckte dumm aus der Wäsche.
"Der weiss das nicht!", rief Bob fröhlich und drehte sich im Kreis,"Was für ein Hohlkopf!"
"Doch, weiss ich wohl!", erwiderte dieser, "Das ist der Tag für alle, die sich ganz doll lieb haben!"
Die anderen sahen ihn bewundernd an.
"Stimmt genau!", entgegnete Mister Fitzroy,"Und was bedeutet das für die Verliebten?"
"Ich weiss es, ich weiss es!", jubelte Bob und Waldemar knuffte ihn in die Seite,"AUA!"
"Du weisst immer alles, du Schlaukeks...", meckerte er und Bob grinste,"Lass uns doch auch mal was erklären."
"Okay, dann erklär du doch mal was das bedeutet.", nörgelte Bob und sah dabei zu Rantanplan hinüber und fragte sich, wie intensiv man sich eigentlich noch mit seinem Hoden befassen konnte, da dieser schon wieder dabei war, sich dort zu lecken.
"Klar, du Honk.", gab Waldemar zurück," An diesem Tag überraschen sich die Liebespaare und zeigen sich, wie lieb sie sich haben!"
"Und wie machen die das?",hakte Bob keck nach," Mit Klötenlecken bestimmt nicht, oder Rantanplan?"
Dieser sah auf.
"Mit Geschenken und Blumen.", sagte der Angesprochene und lächelte, als er die verdutzten Gesichter der anderen sah,"Ja, sowas weiss ich genau! Oder mit einem romantischen Frühstück zu zweit. Mit Kerzen,Sekt,Musik, Früchten,Brötchen und danach haben die sich noch ganz doll lieb. Nackig!"
"Nackig?", rief Bob und wälzte sich vor lachen auf dem Fussboden,"Du spinnst doch völlig!"
Die anderen stimmten ins lachen mit ein.
"Bist du blöd!", rief Waldemar und prustete so doll, dass er dabei einen fahren liess, doch dass schien momentan keinen zu stören.
"Das stimmt wirklich!Das hab ich selbst mal gesehen!", sagte Rantanplan empört,"Die lagen ganz nackig aufeinander und haben gestöhnt!"
"Na, wenn Menschen das gerne machen.",lachte der Boss,"Dann wird's wohl stimmen..."
 "Genau!",ergänzte Bob frech," Und was kann man da sonst noch so machen?Nackig?"
"Ihr seid doof...", sagte Rantanplan beleidigt, "Die machen doch nicht alles nackig...Man kann auch eine Bootstour im Bürgerpark machen und danach ein Picknick! Haben unsere Menschen mal gesagt, das weiss ich auch, aber mehr sag ich jetzt nicht. Ihr haltet mich ja sowieso für blöd..."

Brücke im romantischen Bürgerpark
 Dann fing er wieder an seine Eier abzuschlabbern.
"Pöh!", sagte Waldemar,"Du bist echt doof und immer so schnell beleidigt..."
"Ich weiss auch noch was!", rief Bob jetzt ganz aufgeregt, denn er war auf den Geschmack gekommen,"Liebesgedichte aufsagen und zusammen baden!"
"Hui!", sagte Mister Fitzroy stolz, denn er freute sich immer, wenn einem seiner Jungs wieder was schlaues einfiel,"Woher weisst du das denn ?"

"Ja, das wollt ihr wissen,was?", fragte Bob grinsend und pinkelte auf den Teppich,"Das hat unser Herrchen mal für sein Frauchen gemacht. Hab ich genau gehört, als ihr noch geschlafen habt..."
"Igitt, du alte Pottsau...", erwiderte Waldemar und struppte sich auf, da Bob es geschafft hatte, ihn vollkommen einzusauen.
Bob guckte ziemlich erschrocken drein und lief dann los, dicht gefolgt von Waldemar.
"Wenn ich dich erwische!", rief er und Bob kicherte, blieb aber auch nicht stehen.
Mister Fitzroy schüttelte nur den Kopf und sah zu, wie die beiden am Horizont verschwanden.
"Tja,Rantanplan.", sagte er schliesslich,"Ich glaube, damit liegt es jetzt an uns das heutige Thema zum Abschluss zu bringen,was?"
"Ja, scheint so...", murmelte dieser und kratzte sich am Kinn,"Aber mir fällt auch nichts mehr ein."
"Mir eigentlich auch nicht.", seufzte der Chef,"Dann lass uns mal essen gehen. Ich hab nämlich Hunger!"
Bob kam vorbeigeflitzt und macht vor Überschwang eine Rolle vorwärts, dann verschwand er kichernd in Richtung Futterstelle.
Nach ein paar endlosen Rattenmomenten trottete auch Waldemar an ihnen vorbei und hatte eine ziemlich rote Birne.
Mister Fitzroy legte ihm eine Pfote auf die Schulter.
"Nimm's ihm nicht übel"sagte der Chef und die beiden gingen ebenfalls zum Futter,"Ich glaube eigentlich mag er dich ganz gern..."
Rantanplan leckte sich die Eier.

 "Man kann sich auch einen Stern schenken...", murmelte er und hob schliesslich den Kopf. Als er bemerkte, dass die anderen bereits verschwunden waren, liess er noch einen fahren und trottete in die staubige Weite des Wohnzimmers davon, um sich ebenfalls zum Essen zu begeben.
In der Ferne waren Schmatzgeräusche zu vernehmen.