So...nun wird es schwierig denn in meinem heutigen Beitrag möchte ich einmal über das Thema Gefühle sprechen.
Wir alle fühlen.
Das ist zumindest schon einmal eine fundamentale Erkenntnis.
Und ich persönlich bin davon überzeugt, dass die Mechanismen hinter diesen Gefühlen bei jedem Menschen erst einmal grundlegend dieselben sind.
Wir alle wissen was Hass ist, was Liebe bedeutet, was Trauer ist, Angst, Verzweiflung, Freude oder auch Enthusiasmus. Es gibt noch soviel mehr und all die vielfältigen Emotionen die diese Welt und unser Körper zu bieten haben, dürften uns allen zunächst grundsätzlich vertraut sein und die meisten dieser Gefühle haben wir alle schon gespürt, wenn auch vielleicht in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität.
Dieser Gedanke ist für mich zumindest beruhigend, zeigt er mir doch dass wir alle im Kern unseres Wesens gleich sind.
Das was uns unterscheidet und was das Leben miteinander so extrem schwierig gestaltet ist die unterschiedliche Art der Verarbeitung dieser Emotionen, die grundlegende Sichtweise in Bezug auf unsere Empfindungen.
Nehmen wir zum Beispiel das Gefühl der Trauer.
Grundsätzlich wissen wir alle was Trauer ist und wie es sich anfühlt. Dieser alles zu verschlingende Schmerz der uns heimsucht wenn wir um etwas oder jemanden trauern und deshalb sollte es doch eigentlich auch einfach sein sich in die Lage eines trauernden Menschen hinein zu versetzen und zu verstehen was in dieser Person in der Phase der Trauer vorgeht.
So einfach wie es scheint ist es dann allerdings doch nicht, denn jeder Mensch trauert anders, hat eine andere Art der Verarbeitung dieser grausig scheinenden Emotion und sogar eine andere Geschwindigkeit der Bewältigung dieser Gefühle.
Die grundlegende Emotion ist stets dieselbe und dennoch...
Der eine weint eine Woche lang fast ununterbrochen wenn zum Beispiel ein geliebter Mensch stirbt.
Der andere wiederum kann einen Monat nicht mehr sprechen nach dem Verlust einer geliebten Person.
Und wieder ein anderer kann sich schon am selben Abend nachdem er die schreckliche Nachricht des Todes eines lieben Angehörigen erhalten hat mit Freunden eine Komödie im Kino ansehen und Spaß haben.
Ist dieser Mensch deshalb schlechter als die beiden zuvor genannten?
Nein!
Denn wie ich bereits gesagt habe hat jeder Mensch eine andere Art der Verarbeitung seiner Trauer und nur weil jemand schon sehr früh wieder fröhlich lachen kann heisst es nicht automatisch das dieser Person der Verlust weniger schmerzhaft erscheint als jemandem der einen Monat ununterbrochen weint.
Vielleicht trauert er still?
Vielleicht weint diese Person heimlich?
Vielleicht überdeckt dieser Mensch seine Traurigkeit mit der nach aussen getragenen Freude?
Oder vielleicht kann er einfach tatsächlich besser mit dieser Emotion umgehen, weil er ein anderes Verständnis vom Tod hat, weil er anders mit diesen Gefühlen umgeht, weil die gestorbene Person zeit seines Lebens ein fröhlicher Mensch war und es sich so gewünscht hätte, weil er einfach eine andere Form der Schmerzbewältigung hat...
Die Gründe können so vielfältig sein wie Sand am Meer, das wesentliche dahinter bleibt stets dasselbe Gefühl.
Und deshalb sollten wir niemanden verurteilen der anders trauert als wir es von uns selbst gewohnt sind oder es die Gesellschaft von heute traurigerweise verlangt.
Um wieder auf den Kern dieses Artikels zurück zu kommen, jeder Mensch hat die gleichen Gefühle, die von seinem Körper, seinem Gehirn und - so es sie denn gibt meinethalben auch - seiner Seele gebildet werden und dennoch kann sich die Verarbeitung dieser Emotionen grundlegend voneinander unterscheiden.
Die Betrachtung der Gefühle die beim trauern auftreten können sollen hier auch nur als Beispiel dienen, um zu verdeutlichen wie enorm allein die Unterschiede bei nur einem einzigen Gefühl sein können. Betrachtet man nun einmal wieviele unterschiedliche Gefühle der Mensch produzieren kann und wie unglaublich vielfältig diese sein können, dann wird vielleicht auch deutlich worauf ich hinaus will.
Es steht uns nicht zu einen anderen Menschen zu verurteilen nur weil er eine andere Art der Verarbeitung seiner Emotionen hat als wir es von uns selber gewohnt sind.
Zeigen wir nicht mit dem Finger auf jemanden, der zum Beispiel eine andere Art hat mit dem Gefühl der Liebe umzugehen, verurteilen wir niemanden der anders als wir es vielleicht tun mit dem Gefühl der Freude umgeht. Lachen wir nicht über einen Menschen der vielleicht eine andere Sichtweise zum Thema Tod und Trauer hat als wir sie haben.
Wenn jemand nachts im warmen Sommerregen tanzen möchte weil es ihm ein unglaublich befreiendes Gefühl gibt dann sollten wir nicht darüber lachen sondern uns mit ihm darüber freuen.
Wenn jemand nach dem Tod seines Partners bereits eine Woche später einen neuen Partner gefunden hat, dann sollten wir diesen Menschen nicht vorschnell verurteilen.
Vielleicht kommt er besser mit dem Tod zurecht als es manch anderer kann?
Vielleicht hatten sich er und sein Partner schon lange vor dessen Tod auseinander gelebt?
Vielleicht war es bloss ein ganz grosser Zufall und die beiden haben sich auf der Trauerfeier kennen und lieben gelernt?
Wenn jemandem Tränen vor Rührung oder gar Freude in die Augen treten weil er in einer Bäckerei ein ganz spezielles Brot wieder entdeckt hat, dann sollte uns das nicht zum schadenfrohen Lachen animieren sondern es sollte unser Herz berühren.
Vielleicht hängen Kindheitserinnerungen an diesem Brot?
Vielleicht war es genau dieses Brot was er auf der Beerdigung seines Vaters gegessen hat? Die Gründe können auch hier genauso vielfältig wie sogar banal sein.
Fakt ist in allen angeführten Beispielen: Wir wissen es nicht und genau deshalb steht uns absolut kein Urteil zu.
Ich könnte hier nun tausende und abertausende von Beispielen anführen wie uns Emotionen unser ganzes Leben lang begleiten, manipulieren und geradezu lenken doch das würde vollkommen den Rahmen meines Blogs sprengen und ist auch nicht wirklich Sinn der Sache.
Mir geht es einzig und allein darum das ihr begreift, dass wir niemanden für seine Gefühle verurteilen sollten. Jeder Mensch tickt anders, hat andere Bedürfnisse, andere Arten der Verarbeitung und egal wie vielfältig und tiefgreifend diese Emotionen auch sein mögen.
Jeder Mensch verdient es dass er respektiert wird.
Das seine Gefühle ernst genommen werden.
Das er akzeptiert wird.
Und ob wir es in vielen Fällen nachvollziehen können, weil wir eine ähnliche Art der Verarbeitung haben oder ob wir uns schwer damit tun, weil wir es eventuell ganz anders sehen, wichtig ist das wir Verständnis haben.
Das wir Zuhören.
Das wir voneinander Lernen.
Versuchen zu Begreifen.
Wir alle sind von derselben Gattung und haben die gleichen Gefühle.
Wenn wir uns darüber vollkommen im Klaren sind, dann könnte die Welt um so vieles einfacher sein.
Ein weiterer von unendlich vielfältigen Aspekten der Gefühle ist unsere scheinbare Unfähigkeit oder auch Angst diese zu offenbaren und in verständliche Worte zu kleiden, die andere Menschen auch verstehen.
Wie macht man einem nicht betroffenen klar wie es sich anfühlt an einer schweren Depression zu leiden?
Wie kann ich jemandem der keinerlei Erfahrung damit hat begreiflich machen was es heisst an einer Essstörung zu leiden?
Wie schaffe ich es jemandem meine Gefühle zu gestehen ohne wie der letzte Trottel da zu stehen?
Wie schaffe ich es jemandem klar zu machen wie schwer dieses Dilemma ist, jemanden zu lieben aber aus Rücksicht diese Gefühle für sich zu behalten?
Wie fange ich es an meinen Eltern zu offenbaren, dass ich homosexuell bin?
Oder viel banaler: Wie mache ich jemandem begreiflich was ein bestimmter Song, eine bestimmte Serie oder ein ganz besonderes Buch für eine emotionale Rakete in meinen Eingeweiden zündet?
Die Antwort ist auch hier wieder absolut simpel in der Aussage und doch um so vieles schwieriger in der Ausführung.
Durch Sprache.
Sei es nun das gesprochene oder auch das geschriebene Wort.
Manchmal reichen sogar Gestik und Mimik um jemandem unsere Gefühlswelt näher zu bringen.
Wenn wir über einen für uns besonders lustigen Witz lachen, dann werden die meisten die dahinter liegenden Emotionen auch ohne Worte nachvollziehen können, sofern sie einen ähnlichen Humor haben. Wenn wir an einer traurigen Stelle in einem Film weinen, dann werden auch hier die meisten die Mechanismen die dazu geführt haben nachvollziehen können sofern auch hier wieder die Art des Trauerverständnisses eine ähnliche ist. In dieser Form könnte ich auch hier unendlich viele Variationen auflisten die letztendlich tatsächlich nur Variationen darstellen und deshalb auch nicht notwendig sind, denn ich denke auch hier ist das elementare bereits klar geworden.
Ungleich schwerer wird es tatsächlich bei sehr persönlichen Erfahrungen die derjenige dem wir uns anvertrauen noch nicht gemacht hat und vielleicht sogar auch nie machen wird.
Wo fangen wir an?
Was ist das entscheidende was ich rüberbringen will?
Wie verdeutliche ich was in mir vorgeht ohne das der andere mit völligem Unverständnis reagiert?
Wichtig ist immer das wir als Zuhörer den Gesprächsteilnehmer der uns sein Herz ausschüttet in jedem Augenblick ernst nehmen, uns nicht darüber lustig machen,versuchen ihn zu verstehen, uns mit der Thematik auseinander zu setzen und vor allem anderen eins tun: Zuhören!
Es ist schon schwer genug wenn man versucht sich zu öffnen, um Rat zu fragen, versuchen zu erklären was man fühlt, diesen Schritt überhaupt zu gehen und genau deshalb ist es wichtig nicht zu urteilen sondern zuzuhören.
Verständnis zu haben.
Da zu sein.
Manchmal ist sogar das genug.
Einfach nur da zu sein.
Manchen Menschen fällt es leichter als anderen über ihre Gefühle zu sprechen und es gibt durchaus Menschen die ihr Herz quasi auf der Zunge tragen. Anderen wiederum fällt es unglaublich schwer über ihre Emotionen zu reden oder gar zu schreiben und deshalb ist es wichtig in diesem Leben achtsam zu sein, ein offenes Ohr zu signalisieren und demjenigen Zeit zu geben, nie zu drängen und ihm immer das Gefühl zu vermitteln, dass wir da sind wenn er uns braucht und reden will.
Gefühle sind eine hochkomplexe Angelegenheit und erfordern immer Fingerspitzengefühl.
Umgekehrt ist es natürlich genauso wichtig für denjenigen, der etwas auf dem Herzen hat auch für die Person Verständnis zu zeigen, der man sich anvertraut. Keine Wunder zu erwarten und auch hier sensibel zu sein und dem Zuhörenden Zeit zu geben mit dem Gesagten klar zu kommen. Verständnis zu entwickeln und nicht gleich aufzugeben, weil wir anfangs vielleicht das Gefühl haben auf Unverständnis zu stossen.
Vieles ist auf beiden Seiten auch immer ein Lernprozess der manchmal einfach seine Zeit braucht.
Ich kann auch hier nur wiederholen was ich schon mehrfach erwähnt habe.
Zuhören.
Verständnis zeigen.
Lernen.
Einfach füreinander da sein.
Und mit diesen Worten möchte ich meinen kleinen Exkurs zum Thema Gefühle auch schon wieder beenden. Ich könnte noch soviel zu dieser Thematik sagen, soviele Beispiele anführen, eine so grosse Bandbreite an unterschiedlichen Formen der Gefühle präsentieren, dass es einem schier schwindelig zu werden droht, doch das haben schon ganz andere viel intensiver und viel besser gemacht, als ich es je könnte.
Poeten haben ganze Oden über vielschichtige Emotionen verfasst, Liedtexter haben Songs über die Liebe geschrieben in Worten die mir nicht im Traum auf diese Weise eingefallen wären, Komponisten, Visionäre, Betroffene, Hinterbliebene, Sterbende haben Worte zu Papier gebracht die soviel Tragik, Tiefe und Bedeutung haben, dass ich mit meinem kleinen Beitrag auch nicht einmal in die Nähe dieser tiefschürfenden Kunst geraten könnte.
Und immer geht es um dasselbe.
Um Gefühle.
Lernen wir!
Verstehen wir!
Hören wir einander zu!
Seien wir einfach füreinander da.
Mehr ist es eigentlich gar nicht.
Dienstag, 23. Mai 2017
Samstag, 13. Mai 2017
Das dynamische Leben
Das Leben ist nicht statisch und verläuft nur selten in geordneten Bahnen und wenn es das doch einmal zu tun droht, dann ist es vielleicht Zeit daran etwas zu ändern.
Nichts ist berechenbarer und demzufolge auch langweiliger als ein allzu geregeltes Leben.
Natürlich ist es beruhigend zu wissen wo man steht und wie sich der eigene Tagesablauf gestaltet, doch wenn es statisch zu werden droht und es statt zu Entspannung zu Anspannung führt, es einen blockiert und ausbremst, ist es dann nicht an der Zeit gegenzusteuern und eine neue Richtung einzuschlagen?
Wie oft höre ich Sätze wie 'Lebe deinen Traum' oder 'Stay true to yourself' und ähnlich gelagerte Textsequenzen und dennoch hält sich kaum jemand daran. Wir posaunen unsere ach so geliebte Unabhängigkeit, unsere Wunschvorstellung von Freiheit in diese Welt hinaus und verschanzen uns doch hinter unserer eigenen Bequemlichkeit. Die ist so schön praktisch. Vorhersehbar. Entspannend.
Im Grunde ist sie eigentlich nur eines: Lähmend.
Furcht. Angst. Gesellschaftliche Normen. All diese Dinge, all diese negativen Emotionen halten uns zurück, bremsen uns aus, lassen uns phlegmatisch werden. Wir ruhen uns aus auf unserem selbst gebastelten Ruhekissen und merken nicht einmal wie uns langsam aber sicher die Leidenschaft, die Lust, die Energie auf Neues, die Abenteuerfreude abhanden kommen. Wir halten fest an der Statik des Seins. Wollen niemanden verletzen, niemandem weh tun, haben Angst vor Verlust und Einsamkeit, sperren uns selbst ein in ein geordnetes Gefängnis aus purer Lethargie.
Vielleicht ist eine gewisse Routine und ein gewisses Maß an Statik gar nicht ganz falsch, denn ein wenig Beruhigung und eine gewisse kleine Oase im steten Strom der Veränderung kann manchmal auch die Seele entlasten und auch wenn es bei mir noch nicht der Fall ist, sollte sie doch nicht zum reinen Selbstzweck verkommen.
Was zählt sind unser Herz und unsere Sehnsüchte.
Ich finde es einfach grossartig wenn Menschen den Mut finden ihr Leben einmal gehörig auf den Kopf zu stellen, eine vollkommen neue Richtung einzuschlagen, ausserhalb der Box zu denken wie man so schön sagt und einfach mal ihre Ängste und Bedenken beiseite zu schieben und die Dinge in die Tat umzusetzen von denen sie immer schon geträumt haben.
Und das können manchmal ganz profane Dinge sein.
Ihr habt Lust auf ein neues Tattoo und euch bisher einfach nicht getraut? Hört auf zu lamentieren und macht einen Termin beim Tätowierer!
Ihr wolltet schon immer einmal einen Fallschirmsprung absolvieren? Dann nichts wie los!
Euch geht euer bisheriges Leben mit den immer gleichen Abfolgen auf die Nerven? Dann ändert es!
Ihr tragt Altlasten mit euch herum und es gibt unerledigte persönliche Probleme mit geliebten Menschen? Dann sprecht mit ihnen! Klärt das!
Werft Ballast ab!
Genau das ist es was ich zur Zeit mache, ich kümmere mich um die Bewältigung meiner Vergangenheit, strukturiere meine Zukunftspläne, erledige unerledigtes und wage mich hinaus in diese große verrückte Welt da draussen, neu gestärkt und gänzlich erfrischt!
Und es tut verdammt gut, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist und dabei ein paar alte Wunden wieder aufgerissen werden. Dennoch hilft es mir und nur wenn alte Verbände und eine nur sehr halbherzig geflickte Psyche endlich vernünftig repariert werden, können sie auch heilen. Denn nur so können Probleme wirklich wirksam behoben werden. Nur so kann eine aufgepeitschte Seele zur Ruhe kommen. Und nur durch diese direkte Konfrontation mit der Vergangenheit kann der Weg bereitet werden für eine grandiose Zukunft ohne Angst.
Manch einer mag sich fragen, ob das hier im Grunde nicht auch wieder nur eine andere Form der Phrasendrescherei ohne echte Substanz ist und so eine Frage ist durchaus berechtigt.
Für den ein oder anderen mag das eventuell sogar zutreffen, aber nicht für mich. Ich habe entschieden, dass es Zeit ist für ein großes Tabularasa und hoffe dabei nur dass ich keine allzu große Schneise der Verwüstung hinterlasse, denn das ist nicht das was ich damit beabsichtige...ganz im Gegenteil! Wer mich mag, mag mich so wie ich bin, wer mich liebt, liebt mich um meiner Selbst willen. Trage ich hier nur wieder ein bisschen zu dick auf? Kann schon sein dass ich mein mentales Budget hier ganz schön strapaziere, mich ein wenig zu weit aus dem Fenster lehne und eine innere Veränderung hier zu einem grandiosen Happening hochstilisiere. Selbstreflexion zum heiligen Gral des Lebens, zum Mount Everest der Selbsterkenntnis beschwöre.
Doch vollkommen egal ob dick aufgetragen oder nicht, im Kern ist dies der einzige Weg.
Wie sagte auch schon der von mir hochgeschätzte Trent Reznor, seines Zeichens Master Mind von Nine Inch Nails in einem seiner Songs: 'The only Way is Through'
Der einzige Weg ist mittendurch.
Und ich habe die Tür geöffnet.
Weit geöffnet.
Zumachen ist nun nicht mehr möglich.
Jetzt gibt es nur noch durch...
Womit ich wieder am Anfang dieses analytisch gefärbten Textes bin.
Leben ist dynamisch.
Und das ist auch gut so, denn nur so bringen wir unser Blut in Wallung, nur so wecken wir unsere Leidenschaften, entdecken unsere Begehrlichkeiten und damit den Kern unseres Selbst.
Liebe.
Lust.
Freiheit.
Atmen!Spüren!Fühlen!Leben!!!
Und das gilt für euch alle.
Versteckt euch nicht sondern habt den Mut euch zu öffnen.
Riskiert mal etwas.
Geht aus euch raus!
So, bevor ich hier doch wieder nur den Motivator raushängen lasse und mich in endlosen Phrasen enthusiastischer Beschwörungsformeln verliere höre ich auch schon wieder auf und danke für eure Aufmerksamkeit.
Und jetzt ab!
Raus mit euch!
Die Welt wartet!
Nichts ist berechenbarer und demzufolge auch langweiliger als ein allzu geregeltes Leben.
Natürlich ist es beruhigend zu wissen wo man steht und wie sich der eigene Tagesablauf gestaltet, doch wenn es statisch zu werden droht und es statt zu Entspannung zu Anspannung führt, es einen blockiert und ausbremst, ist es dann nicht an der Zeit gegenzusteuern und eine neue Richtung einzuschlagen?
Wie oft höre ich Sätze wie 'Lebe deinen Traum' oder 'Stay true to yourself' und ähnlich gelagerte Textsequenzen und dennoch hält sich kaum jemand daran. Wir posaunen unsere ach so geliebte Unabhängigkeit, unsere Wunschvorstellung von Freiheit in diese Welt hinaus und verschanzen uns doch hinter unserer eigenen Bequemlichkeit. Die ist so schön praktisch. Vorhersehbar. Entspannend.
Im Grunde ist sie eigentlich nur eines: Lähmend.
Furcht. Angst. Gesellschaftliche Normen. All diese Dinge, all diese negativen Emotionen halten uns zurück, bremsen uns aus, lassen uns phlegmatisch werden. Wir ruhen uns aus auf unserem selbst gebastelten Ruhekissen und merken nicht einmal wie uns langsam aber sicher die Leidenschaft, die Lust, die Energie auf Neues, die Abenteuerfreude abhanden kommen. Wir halten fest an der Statik des Seins. Wollen niemanden verletzen, niemandem weh tun, haben Angst vor Verlust und Einsamkeit, sperren uns selbst ein in ein geordnetes Gefängnis aus purer Lethargie.
Vielleicht ist eine gewisse Routine und ein gewisses Maß an Statik gar nicht ganz falsch, denn ein wenig Beruhigung und eine gewisse kleine Oase im steten Strom der Veränderung kann manchmal auch die Seele entlasten und auch wenn es bei mir noch nicht der Fall ist, sollte sie doch nicht zum reinen Selbstzweck verkommen.
Was zählt sind unser Herz und unsere Sehnsüchte.
Ich finde es einfach grossartig wenn Menschen den Mut finden ihr Leben einmal gehörig auf den Kopf zu stellen, eine vollkommen neue Richtung einzuschlagen, ausserhalb der Box zu denken wie man so schön sagt und einfach mal ihre Ängste und Bedenken beiseite zu schieben und die Dinge in die Tat umzusetzen von denen sie immer schon geträumt haben.
Und das können manchmal ganz profane Dinge sein.
Ihr habt Lust auf ein neues Tattoo und euch bisher einfach nicht getraut? Hört auf zu lamentieren und macht einen Termin beim Tätowierer!
Ihr wolltet schon immer einmal einen Fallschirmsprung absolvieren? Dann nichts wie los!
Euch geht euer bisheriges Leben mit den immer gleichen Abfolgen auf die Nerven? Dann ändert es!
Ihr tragt Altlasten mit euch herum und es gibt unerledigte persönliche Probleme mit geliebten Menschen? Dann sprecht mit ihnen! Klärt das!
Werft Ballast ab!
Genau das ist es was ich zur Zeit mache, ich kümmere mich um die Bewältigung meiner Vergangenheit, strukturiere meine Zukunftspläne, erledige unerledigtes und wage mich hinaus in diese große verrückte Welt da draussen, neu gestärkt und gänzlich erfrischt!
Und es tut verdammt gut, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist und dabei ein paar alte Wunden wieder aufgerissen werden. Dennoch hilft es mir und nur wenn alte Verbände und eine nur sehr halbherzig geflickte Psyche endlich vernünftig repariert werden, können sie auch heilen. Denn nur so können Probleme wirklich wirksam behoben werden. Nur so kann eine aufgepeitschte Seele zur Ruhe kommen. Und nur durch diese direkte Konfrontation mit der Vergangenheit kann der Weg bereitet werden für eine grandiose Zukunft ohne Angst.
Manch einer mag sich fragen, ob das hier im Grunde nicht auch wieder nur eine andere Form der Phrasendrescherei ohne echte Substanz ist und so eine Frage ist durchaus berechtigt.
Für den ein oder anderen mag das eventuell sogar zutreffen, aber nicht für mich. Ich habe entschieden, dass es Zeit ist für ein großes Tabularasa und hoffe dabei nur dass ich keine allzu große Schneise der Verwüstung hinterlasse, denn das ist nicht das was ich damit beabsichtige...ganz im Gegenteil! Wer mich mag, mag mich so wie ich bin, wer mich liebt, liebt mich um meiner Selbst willen. Trage ich hier nur wieder ein bisschen zu dick auf? Kann schon sein dass ich mein mentales Budget hier ganz schön strapaziere, mich ein wenig zu weit aus dem Fenster lehne und eine innere Veränderung hier zu einem grandiosen Happening hochstilisiere. Selbstreflexion zum heiligen Gral des Lebens, zum Mount Everest der Selbsterkenntnis beschwöre.
Doch vollkommen egal ob dick aufgetragen oder nicht, im Kern ist dies der einzige Weg.
Wie sagte auch schon der von mir hochgeschätzte Trent Reznor, seines Zeichens Master Mind von Nine Inch Nails in einem seiner Songs: 'The only Way is Through'
Der einzige Weg ist mittendurch.
Und ich habe die Tür geöffnet.
Weit geöffnet.
Zumachen ist nun nicht mehr möglich.
Jetzt gibt es nur noch durch...
Womit ich wieder am Anfang dieses analytisch gefärbten Textes bin.
Leben ist dynamisch.
Und das ist auch gut so, denn nur so bringen wir unser Blut in Wallung, nur so wecken wir unsere Leidenschaften, entdecken unsere Begehrlichkeiten und damit den Kern unseres Selbst.
Liebe.
Lust.
Freiheit.
Atmen!Spüren!Fühlen!Leben!!!
Und das gilt für euch alle.
Versteckt euch nicht sondern habt den Mut euch zu öffnen.
Riskiert mal etwas.
Geht aus euch raus!
So, bevor ich hier doch wieder nur den Motivator raushängen lasse und mich in endlosen Phrasen enthusiastischer Beschwörungsformeln verliere höre ich auch schon wieder auf und danke für eure Aufmerksamkeit.
Und jetzt ab!
Raus mit euch!
Die Welt wartet!
Donnerstag, 11. Mai 2017
Fußspuren
Wir alle hinterlassen unsere Fußspuren auf diesem Planeten.
Manche Fußspuren sind jahrtausende alt und wir wiederholen nur vorgefertigte Pfade.
Begehen Wege die schon unsere Vorväter gegangen sind.
Kopieren die Schritte unserer Eltern und Grosseltern.
Sehen wir diese Wege oder sind wir blinde Reisende ohne Ziel, die nur versuchen einen Sinn hinter all diesen Pfaden zu entdecken?
Sollten wir nicht auch unsere eigenen Fußspuren hinterlassen?
Das Leben ist ein so wunderbares Geschenk und so eine unglaublich erlebnissreiche Reise voller Wunder und Emotionen.
Es gibt viele schmerzhafte Pfade und Situationen die uns hilflos machen gegen die schiere Urgewalt des Schicksals und der Erfordernisse.
Die uns ängstigen und einfach zu überfordern scheinen.
Doch wir überstehen sie.
Irgendwie.
Im Grunde sind wir alle so klein auf diesem unglaublichen blauen Ball, der seine Kreise durch das unendliche Weltall zieht.
Es ist immer wieder ein Erlebnis einen ausgetretenen alten Pfad zu verlassen und die Welt mit vollkommen neuen Augen zu betrachten.
Ich glaube mit emotionalen aufputschenden Phrasen lässt sich diese Erde nicht zu einem noch positiveren Ort machen sondern nur durch Mut.
Durch den Mut uralte Wege zu verlassen.
Ausserhalb von Schubladen zu denken.
Keine Scheu zu haben unbequem zu sein.
Diese kleine verrückte Erde braucht endlich wieder Visionäre, Magier, Poeten und Menschen die ihre Ängste überwinden und neue Wege beschreiten, die Vorreiter sind in so vielen Belangen und die uns inspirieren nicht immer wieder die gleichen Schritte zu gehen, wie schon so viele Menschen vor uns.
Wir sollten endlich den Mut haben zu uns selber zu stehen und uns nicht zu verstecken. Nehmen wir uns an und entdecken gemeinsam neue Pfade!
Denn letztendlich sind wir doch alle gleich.
Manche Fußspuren sind jahrtausende alt und wir wiederholen nur vorgefertigte Pfade.
Begehen Wege die schon unsere Vorväter gegangen sind.
Kopieren die Schritte unserer Eltern und Grosseltern.
Sehen wir diese Wege oder sind wir blinde Reisende ohne Ziel, die nur versuchen einen Sinn hinter all diesen Pfaden zu entdecken?
Sollten wir nicht auch unsere eigenen Fußspuren hinterlassen?
Das Leben ist ein so wunderbares Geschenk und so eine unglaublich erlebnissreiche Reise voller Wunder und Emotionen.
Es gibt viele schmerzhafte Pfade und Situationen die uns hilflos machen gegen die schiere Urgewalt des Schicksals und der Erfordernisse.
Die uns ängstigen und einfach zu überfordern scheinen.
Doch wir überstehen sie.
Irgendwie.
Im Grunde sind wir alle so klein auf diesem unglaublichen blauen Ball, der seine Kreise durch das unendliche Weltall zieht.
Es ist immer wieder ein Erlebnis einen ausgetretenen alten Pfad zu verlassen und die Welt mit vollkommen neuen Augen zu betrachten.
Ich glaube mit emotionalen aufputschenden Phrasen lässt sich diese Erde nicht zu einem noch positiveren Ort machen sondern nur durch Mut.
Durch den Mut uralte Wege zu verlassen.
Ausserhalb von Schubladen zu denken.
Keine Scheu zu haben unbequem zu sein.
Diese kleine verrückte Erde braucht endlich wieder Visionäre, Magier, Poeten und Menschen die ihre Ängste überwinden und neue Wege beschreiten, die Vorreiter sind in so vielen Belangen und die uns inspirieren nicht immer wieder die gleichen Schritte zu gehen, wie schon so viele Menschen vor uns.
Wir sollten endlich den Mut haben zu uns selber zu stehen und uns nicht zu verstecken. Nehmen wir uns an und entdecken gemeinsam neue Pfade!
Denn letztendlich sind wir doch alle gleich.
Donnerstag, 27. April 2017
This is me
So, meine lieben Freunde des gepflegten Wahnsinns, wird Zeit mich mal richtig zu präsentieren...
Wie aus meinem Post zum Thema Veränderungen hervorgegangen sein dürfte, betrifft diese Veränderung auch meine Unlust mich zu verstecken. Hinter allem was ich hier publiziere - wohl eher hinkritzele, denn Geld verdiene ich damit nicht - stehe ich zu 100 % und deshalb gibt es auch keinen Grund mich hinter irgendwelchen lustigen Bildchen zu verschanzen.
Sollte es also jemanden geben der keine Ahnung hat wie ich aussehe oder vielleicht vergessen hat welch wunderhübsches Antlitz ich mein eigen nenne (zu bescheiden...?) oder einfach mal wissen möchte welches Gesicht ich aktuell trage (Hmm...ab und an wechsele ich auch meine Visage aus...hab so etwa acht verschiedene Modelle auf Lager...oder wieder nur ein alternativer Fakt? Zu tief ins Glas geblickt?Oder hab ich nur eine Möglichkeit gesucht ein anderes Wort für Aussehen zu finden und dabei festgestellt, wie seltsam das dadurch klingt? Und wieso nimmt dieser Text in Klammern einfach so gar kein Ende...? Fragen über Fragen...), dann hab ich hier mal ein absolut aktuelles (Ich weiß...aktuell hab ich schon verwendet...aber ich hab grad kein anderes Wort parat und wollte verhindern wieder so einen elend langen Klammertext zu verfassen den eh keiner lesen will...ups...) Foto von mir.
Alle die den Faden verloren haben...hier ein Foto von mir...bitte schön:
Hups...
Okay, das bin ich zwar auch irgendwie, war allerdings nicht was ich beabsichtigt habe...nächster Versuch...
Bitte schön:
Wie aus meinem Post zum Thema Veränderungen hervorgegangen sein dürfte, betrifft diese Veränderung auch meine Unlust mich zu verstecken. Hinter allem was ich hier publiziere - wohl eher hinkritzele, denn Geld verdiene ich damit nicht - stehe ich zu 100 % und deshalb gibt es auch keinen Grund mich hinter irgendwelchen lustigen Bildchen zu verschanzen.
Sollte es also jemanden geben der keine Ahnung hat wie ich aussehe oder vielleicht vergessen hat welch wunderhübsches Antlitz ich mein eigen nenne (zu bescheiden...?) oder einfach mal wissen möchte welches Gesicht ich aktuell trage (Hmm...ab und an wechsele ich auch meine Visage aus...hab so etwa acht verschiedene Modelle auf Lager...oder wieder nur ein alternativer Fakt? Zu tief ins Glas geblickt?Oder hab ich nur eine Möglichkeit gesucht ein anderes Wort für Aussehen zu finden und dabei festgestellt, wie seltsam das dadurch klingt? Und wieso nimmt dieser Text in Klammern einfach so gar kein Ende...? Fragen über Fragen...), dann hab ich hier mal ein absolut aktuelles (Ich weiß...aktuell hab ich schon verwendet...aber ich hab grad kein anderes Wort parat und wollte verhindern wieder so einen elend langen Klammertext zu verfassen den eh keiner lesen will...ups...) Foto von mir.
Alle die den Faden verloren haben...hier ein Foto von mir...bitte schön:
Hups...
Okay, das bin ich zwar auch irgendwie, war allerdings nicht was ich beabsichtigt habe...nächster Versuch...
Bitte schön:
Mittwoch, 26. April 2017
Tanze
Dienstag, 25. April 2017
Veränderungen
Falls sich nach meiner langen Abwesenheit jemand fragt wo ich gesteckt habe, dann kann ich dazu nur sagen, daß ich einige wichtige Spionagedienste für die CIA zu erledigen hatte die meine gesamte Aufmerksamkeit gefordert haben...und Godzilla sperrt sich schliesslich auch nicht von alleine wieder in seinen Käfig...tsss...
Naja...sind vielleicht aber auch nur alternative Fakten - wer kann das heutzutage schon so genau sagen?
Wie dem auch sei : Ich bin zurück!!!
Mit neuem Namen, neuem Elan, neuer Frisur, neuen Klamotten, neuem Alten...wo war ich doch gleich? Auf jeden Fall nicht ganz klar im Kopf - was zufälligerweise auch der neue Name meines Blogs ist...Sachen gibt's...
Ich möchte heute mal über Veränderungen sprechen, die im Leben eines jeden Menschen unvermeidlich sind von Zeit zu Zeit. Manche Veränderungen sind wundervoll...manche sind aber auch sehr schmerzhaft...und dennoch lassen sie sich einfach nie vermeiden. Sei es ein Umzug in eine neue Stadt, sei es der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, ein Berufswechsel oder die Geburt des eigenen Kindes.
Veränderungen machen manchmal Angst, erzeugen nicht selten ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins und dennoch sollten wir uns nie davor fürchten, denn das ganze Leben besteht aus Veränderungen. Angst zu haben ist dabei ganz normal.
Manche Veränderungen lassen sich steuern und bei anderen gibt es diese Möglichkeit leider nicht - wie zum Beispiel beim Verlust des Arbeitsplatzes oder des Mietvertrages für die eigene Wohnung. In solchen Fällen kann man nur dem Schicksal tapfer ins Auge blicken und sollte diese Art der Veränderung einfach als Chance sehen etwas neues auszuprobieren, dem Leben eine neue Richtung vorzugeben und vor allen Dingen darauf zu vertrauen, dass alles gut wird.
Falls eine Veränderung sich steuern lässt weil man selbst den Anstoß dazu gegeben hat, dann ist es besonders wichtig, dass man auf sein Herz hört und sich ganz bewußt dieser neuen Herausforderung stellt. Wenn man nicht wirklich davon überzeugt ist das Richtige zu tun oder ein ungutes Gefühl bei der Sache hat, dann sollte man eventuell auch andere Optionen mit in die eigene Gedankenwelt einfliessen lassen. Auch ein klares Nein zu bestimmten Veränderungen kann sehr befreiend sein.
Lasst euch also nie zu irgendwelchen lebensverändernden Dingen hinreissen oder gar überreden, wenn ihr nicht mit vollem Herzen dahinter steht.
Wenn ihr euch allerdings entschieden habt und absolut überzeugt von eurem Weg seid, dann lasst euch auch von niemandem beeirren oder von eurer Entscheidung abbringen, denn am Ende ist nur eines absolut sicher: Es ist euer Leben und ihr tragt dafür die Verantwortung.
Womit wir wieder beim Stay true to yourself - Prinzip angekommen wären...tja...das Leben ist eben doch ein ewiger Kreislauf...
Und weil es so vielfältige Gründe für Veränderungen wie Sand am Meer gibt, kann auch das Umbenennen seines eigenen Blogs ebenfalls ein Synonym für Veränderungen sein.
Bei mir war es jedenfalls wieder an der Zeit etwas zu ändern und vor allen Dingen endlich den Arsch hochzubekommen und mein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Zur Zeit stecke ich voller Energie und Veränderungswillen, dass es mir fast schon zu den Ohren rausquillt. Deshalb bringe ich gerade meine Wohnung auf Vordermann, kümmere mich um emotionale Altlasten, schreibe wieder verstärkt an Geschichten und was den ein- oder anderen bestimmt auch freuen wird, kümmere mich endlich wieder um meinen alten/neuen Blog.
Im Grunde ist dieser Beitrag also eine neue Einladung wieder in meine Gedankenwelt einzutauchen und mir eventuell zu folgen in eine neue Ära meines Lebens mit kreativen Geschichten, wirren Gedankensprüngen und skurrilen Begebenheiten aus meinem Leben.
Also...Zeit für Veränderungen? Dann folgt mir auf meine kleine Insel, die da lautet :
KLAR IM KOPF
Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und mache mich auf den Weg...Godzilla ist schon wieder ausgebüxt...herrje...
Naja...sind vielleicht aber auch nur alternative Fakten - wer kann das heutzutage schon so genau sagen?
Wie dem auch sei : Ich bin zurück!!!
Mit neuem Namen, neuem Elan, neuer Frisur, neuen Klamotten, neuem Alten...wo war ich doch gleich? Auf jeden Fall nicht ganz klar im Kopf - was zufälligerweise auch der neue Name meines Blogs ist...Sachen gibt's...
Ich möchte heute mal über Veränderungen sprechen, die im Leben eines jeden Menschen unvermeidlich sind von Zeit zu Zeit. Manche Veränderungen sind wundervoll...manche sind aber auch sehr schmerzhaft...und dennoch lassen sie sich einfach nie vermeiden. Sei es ein Umzug in eine neue Stadt, sei es der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, ein Berufswechsel oder die Geburt des eigenen Kindes.
Veränderungen machen manchmal Angst, erzeugen nicht selten ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins und dennoch sollten wir uns nie davor fürchten, denn das ganze Leben besteht aus Veränderungen. Angst zu haben ist dabei ganz normal.
Manche Veränderungen lassen sich steuern und bei anderen gibt es diese Möglichkeit leider nicht - wie zum Beispiel beim Verlust des Arbeitsplatzes oder des Mietvertrages für die eigene Wohnung. In solchen Fällen kann man nur dem Schicksal tapfer ins Auge blicken und sollte diese Art der Veränderung einfach als Chance sehen etwas neues auszuprobieren, dem Leben eine neue Richtung vorzugeben und vor allen Dingen darauf zu vertrauen, dass alles gut wird.
Falls eine Veränderung sich steuern lässt weil man selbst den Anstoß dazu gegeben hat, dann ist es besonders wichtig, dass man auf sein Herz hört und sich ganz bewußt dieser neuen Herausforderung stellt. Wenn man nicht wirklich davon überzeugt ist das Richtige zu tun oder ein ungutes Gefühl bei der Sache hat, dann sollte man eventuell auch andere Optionen mit in die eigene Gedankenwelt einfliessen lassen. Auch ein klares Nein zu bestimmten Veränderungen kann sehr befreiend sein.
Lasst euch also nie zu irgendwelchen lebensverändernden Dingen hinreissen oder gar überreden, wenn ihr nicht mit vollem Herzen dahinter steht.
Wenn ihr euch allerdings entschieden habt und absolut überzeugt von eurem Weg seid, dann lasst euch auch von niemandem beeirren oder von eurer Entscheidung abbringen, denn am Ende ist nur eines absolut sicher: Es ist euer Leben und ihr tragt dafür die Verantwortung.
Womit wir wieder beim Stay true to yourself - Prinzip angekommen wären...tja...das Leben ist eben doch ein ewiger Kreislauf...
Und weil es so vielfältige Gründe für Veränderungen wie Sand am Meer gibt, kann auch das Umbenennen seines eigenen Blogs ebenfalls ein Synonym für Veränderungen sein.
Bei mir war es jedenfalls wieder an der Zeit etwas zu ändern und vor allen Dingen endlich den Arsch hochzubekommen und mein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Zur Zeit stecke ich voller Energie und Veränderungswillen, dass es mir fast schon zu den Ohren rausquillt. Deshalb bringe ich gerade meine Wohnung auf Vordermann, kümmere mich um emotionale Altlasten, schreibe wieder verstärkt an Geschichten und was den ein- oder anderen bestimmt auch freuen wird, kümmere mich endlich wieder um meinen alten/neuen Blog.
Im Grunde ist dieser Beitrag also eine neue Einladung wieder in meine Gedankenwelt einzutauchen und mir eventuell zu folgen in eine neue Ära meines Lebens mit kreativen Geschichten, wirren Gedankensprüngen und skurrilen Begebenheiten aus meinem Leben.
Also...Zeit für Veränderungen? Dann folgt mir auf meine kleine Insel, die da lautet :
KLAR IM KOPF
Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und mache mich auf den Weg...Godzilla ist schon wieder ausgebüxt...herrje...
Mittwoch, 22. April 2015
Die Gedanken und das Handeln
- Ich denke also bin ich.
+ Aber nur das handeln macht dich zu einem Menschen.
- Ohne das denken wäre jede Handlung sinnlos.
+ Ich gebe zu das ein sinnfreies Handeln nicht unbedingt eine kluge Entscheidung darstellen würde.
- Kluge Entscheidungen sind ebenfalls mein Metier.
+ Das ist mir bewusst. Doch ist dir auch bewusst, dass deine klugen Entscheidungen ohne jemanden, der sie in die Tat umsetzt genauso sinnlos sind?
- Das nennt man glaube ich Philosophie
+ Philosophie ist die Sinnlosigkeit des Denkens?
- Nein, es ist der Versuch einen Sinn hinter dem denken zu entdecken - aus dem denken heraus.
+ Das ist mir zu hoch.
- Deshalb bin auch ich für das denken verantwortlich.
- Ich habe da gerade einen Gedankengang.
+ Soll ich ihn in die Tat umsetzen?
- Kommt darauf an...ob er dir gefällt.
+ Dieser Umstand ist meistens die Hürde zwischen denken und handeln.
- Daran merkt man, dass du fürs handeln zuständig bist. Die eigentliche Hürde zwischen denken und handeln heisst Angst. Soll ich dir meinen Gedankengang erläutern?
+ Ich hätte Schwierigkeiten dich daran zu hindern. Du hast mehr Macht.
- Theoretisch gebe ich dir da recht. Doch leider handeln viel zu viele Menschen ohne nachzudenken. Das ist die Kehrseite des Handelns. Würden mehr Menschen denken und erst danach handeln wäre die Welt ein besserer Ort.
+ Das zweifele ich an.Viele Menschen haben extrem dumme Gedanken und ich möchte sie nicht in die Tat umgesetzt wissen.
- Okay, kluges denken ist natürlich vorrausgesetzt.Willst du nun meinen Gedankengang hören?
+ Habe ich eine Wahl?
- Hat der Mensch eine Wahl? Ist ebenfalls ein interessanter Gedanke...aber dazu komme ich vielleicht ein anderes Mal noch zu sprechen. Mein momentaner Gedanke ist: Wie reagiert ein Mensch, wenn ein Gedanke aprubt abgebrochen wird. Wenn er plötzlich im Niemandsland seines Selbst stecken bleibt ohne einen Anhaltspunkt wie es weiter gehen soll?
+ Ich verstehe nicht ganz was du mir damit sagen willst. Gedankengänge reissen doch ständig ab, verändern sich, springen herum, variieren.
- Du begreifst einfach nicht das elementare Prinzip dahinter. Den Kern meiner Aussage. Nehmen wir an du liest einen Text. Diesen hier zum Beispiel.
+ Soweit kann ich dir noch folgen.
- Und nehmen wir an dieser Text wäre ein Gedanke.
+ Okay...
- Wie nehmen wir diesen Gedanken wahr? Wird er im selben Moment, in dem wir ihn realisieren oder in diesem Fall lesen, ein Teil unseres Selbst? Geht er in unser Bewusstsein über? Oder verschwindet er im gleichen Augenblick wieder, fast so als hätte er nie existiert?
+ Ich denke er wird ein Teil von uns...
- Bist du dir sicher? Wir können immer nur im Hier und Jetzt existieren. Niemals in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Alles was wir erleben, alles was wir sehen, hören und lesen ist in dem Moment Vergangenheit, wenn wir es erlebt haben.
+ Du wirst langsam echt anstrengend...
- Das höre ich öfter.
+ Worauf willst du hinaus?
- Existierst du?
+ Ja klar...
- Woher weisst du das?
+ Ich sehe. Ich höre. Ich fühle. Ich atme.
- Wer sagt dir das?
+ Meine Sinne...
- Aber kannst du ihnen trauen? Du erwachtest als du geboren wurdest. Alles was du seitdem wahrgenommen hast wurde dir von aussen gezeigt. Du begannst eines Tages zu denken. Doch warum? Was hat dein Denken ausgelöst?
+ Ich bin ein Mensch. Meine genetische Veranlagung befähigt mich dazu.
- Und woher kommt diese Genetik? Sie existiert auch ohne dich. Wer hat dir gesagt was grün bedeutet?Was eine Tür ist? Was atmen ist? Wieso siehst du diese Welt so wie du sie siehst? Hörst was du hörst?
+ Es wurde mir beigebracht und es ist ein Teil von mir.
- Und woher kommt dieser Teil? Woher weisst du, dass er nicht von ausserhalb kommt? Vielleicht bist du nur ein Gehirn in einem Glas und alles was du bewusst wahrnimmst wird dir eingetrichtert.
+ Das würde ich merken.
- Woran? Du siehst, was man dir zeigt, hörst, was man dich hören lässt, riechst, was man dich riechen lässt,schmeckst, was deinen Geschmacksrezeptoren suggeriert wird,spürst, was man dich spüren lässt. Woher erkennnst du den Unterschied?
+ Ich fühle ihn...
- Wie? Du hast keine Vergleichsmöglichkeit. Du kennst es nur so wie du es wahrnimmst. Deine Gefühle resultieren aus deiner Wahrnehmung.
+ Das ist doch alles nur philosophischer Unsinn und bar jeder Logik...
- Und was ist Logik?
+ Dinge so zu sehen und zu erklären wie sie tatsächlich sind.
- Basierend auf was?
+ Fakten.
- Und woher kommen diese Fakten? Sie kommen aus dieser Welt und wie wir sie wahrnehmen. Doch wenn unsere Wahrnehmung nur aus einer Manipulation heraus entstanden ist, was bedeutet es dann für die Logik?
+ Logik und Fakten sind unumstößliche Tatsachen!
- Basierend auf unserer Wahrnehmung. Wir können alles untersuchen und analysieren. Können Messungen vornehmen, abstrakte Gedankengänge auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen - doch egal was wir tun wir müssen es in unserer Realität tun. Eine Realität die wir aus ihr selbst heraus nicht überprüfen können.
+ Warum nicht?
- Weil uns dazu ein elementarer Baustein fehlt. Die andere Seite der Realität. Die Seite die uns manipuliert und lenkt. Die Seite aus der unsere Wahrnehmung entstammt und wo sie erzeugt wird.
+ Das ist doch Blödsinn. Nur eine Hypothese.
- Natürlich! Doch ist sie deshalb nicht weniger real als alles was wir für real erachten. Wir denken also sind wir. Und womit denken wir?
+ Mit unserem Gehirn!
- Richtig. Und alles was wir erforschen basiert auf unseren Gedanken in unserem Gehirn. Doch wie sollen wir erforschen was in unserem Gehirn vor sich geht nur mithilfe unseres Gehirns?
+ Ich kann dir nicht ganz folgen...
- Nehmen wir an ein Haus hätte ein Gehirn.
+ Absurde Vorstellung - aber okay...
- Das Haus hätte eine ganz klare Vorstellung von der Realität. Es sieht Wände, Türen, ein Dach, Fenster und es findet Erklärungen, analysiert seine Welt, seine Wahrnehmung. Doch nur von innen heraus. Es sieht nicht wo es steht in dieser Welt. Es sieht nicht einmal dass es ausser ihm noch etwas gibt. Wie kann es die Realität in seiner Gänze begreifen, wenn es in seinen eigenen Strukturen gefangen ist?
+ Ich bin mir nicht sicher ob ich dir folgen kann...
- Wir nutzen unser Gehirn, um unser Gehirn zu verstehen. Doch wenn unser Bewusstsein von falschen Prämissen ausgeht, dann können wir uns niemals sicher sein.
+ Kannst du mir einen Gefallen tun...?
- Kommt darauf an.
+ Kannst du dich einfach mal auf unsere Realität einlassen, so wie sie ist? Alles andere übersteigt meinen Horizont.
- Das kann ich dir sogar versichern! Ich habe schliesslich gar keine andere Wahl, als die vorgegebene Existenz zu akzeptieren. Ich kann sie hinterfragen,sie analysieren, kann darüber nachdenken bis mir der Kopf raucht, doch ich kann sie nicht ändern. Sie ist wie sie ist.
+ Und dein Gedankengang von vorhin?
- Nur ein einfaches Konstrukt basierend auf den vorgegebenen Prämissen dieser Realität.
+ Du fängst schon wieder an...
- Und ich höre niemals damit auf solange ich denken kann. Womit wir wieder beim denken sind. Das alles ist übrigens nicht neu. Philosophen, Mathematiker, Dramatiker, Psychologen, viele Filmemacher und Menschen jedweder Art haben sich bereits Jahrhunderte den Kopf darüber zerbrochen.
+ Und haben sie eine Lösung gefunden?
- Dafür gibt es keine Lösung. Alles Sein ist aus sich selbst heraus zum Sein geworden.Wir denken, also sind wir.
+ Klingt irgendwie pessimistisch...
- Warum? Es ändert sich doch dadurch nicht das geringste. Wir sind wer wir sind und nichts anderes. Wir leben, atmen, denken, fühlen und handeln, wie es uns richtig erscheint. Letztendlich spielt es für uns keine Rolle, ob wir real sind, ob unsere Realität so ist, wie wir sie wahrnehmen oder ob wir nur ein Gehirn in einem Glas sind. Alles was wir wahrnehmen ist real, weil wir es als real wahrnehmen.
+ Puh...mein Kopf raucht...
+Du hast vorhin gesagt, dass die eigentliche Hürde zwischen denken und handeln Angst heisst. Wieso bist du dieser Ansicht?
-Menschen haben manchmal kluge Ideen, möchten gerne so viele Dinge machen, möchten anderen Menschen helfen, möchten Fallschirm springen, lauthals singen, sich selbst verwirklichen und alles was sie dazu tun müssen, ist diese Gedanken in die Tat umzusetzen. Sie müssen aus ihren Gedanken ein Handeln machen.
+Und das machen sie nicht...
- ...aus Angst. Ganz genau! Was könnten die anderen sagen? Wie könnte es auf diese Welt wirken? Und wenn etwas passiert? In unseren Gedanken ist alles immer so einfach...
+Ist es aber nicht gefährlich, wenn Menschen ständig ihre Gedanken zu Taten machen?
-Bei einigen Individuen bestimmt...Nehmen wir Psychopathen, Mörder, Tierquäler...Wenn ein Teil des Gehirns fehlerhaft ist, dann kann es durchaus gefährlich werden. Doch meistens sind es Ängste, die viele einfache Tätigkeiten unterbinden. Uns lähmen.
+Phobien...
-...sind auch Ängste. Doch wir haben Einfluss auf unsere Gedanken und infolge dessen auch Einfluss auf unsere Taten.
+Mehr Mut?
-Mehr Mut! Ganz genau! Wir reden, wir warten, wir zögern. Manchmal müssen wir einfach mal das Zaudern lassen und etwas riskieren!
+Und was ist mit deinem Gedankengang vom Anfang?
-Ist immer noch da...
+Kannst du ihn noch einmal kurz zusammenfassen?
-Was ist wenn ein Gedanke plötzlich verschwindet und der Mensch auf sich selbst zurückgeworfen wird?
+Ich gebe zu ich kann dir immer noch nicht ganz folgen...
-Es wird ein Gedanke aufgeworfen, der einer Erklärung bedarf und plötzlich stoppt dieser Gedanke und man hängt in der Luft. Wie arbeitet dann das Gehirn weiter? Was macht es mit einem? Regt es die Fantasie an? Verändert es die Wahrnehmung?
+Kannst du mir mal ein Beispiel nennen?
-Nimm einfach diesen Text und stell dir vor er ist ein Gedanke.
+Okay...
-Und nun sage ich dir was dieser Text für eine tiefere Bedeutung hat, damit du ihn vollständig verstehst.
+Und dann?
-Dann verstehst du auch was ich mit meinem Gedankengang meine und merkst eventuell die Auswirkungen von denen ich gesprochen habe.
+Und welche tiefere Bedeutung hat dieser Text?
- Ganz einfach :
+ Aber nur das handeln macht dich zu einem Menschen.
- Ohne das denken wäre jede Handlung sinnlos.
+ Ich gebe zu das ein sinnfreies Handeln nicht unbedingt eine kluge Entscheidung darstellen würde.
- Kluge Entscheidungen sind ebenfalls mein Metier.
+ Das ist mir bewusst. Doch ist dir auch bewusst, dass deine klugen Entscheidungen ohne jemanden, der sie in die Tat umsetzt genauso sinnlos sind?
- Das nennt man glaube ich Philosophie
+ Philosophie ist die Sinnlosigkeit des Denkens?
- Nein, es ist der Versuch einen Sinn hinter dem denken zu entdecken - aus dem denken heraus.
+ Das ist mir zu hoch.
- Deshalb bin auch ich für das denken verantwortlich.
- Ich habe da gerade einen Gedankengang.
+ Soll ich ihn in die Tat umsetzen?
- Kommt darauf an...ob er dir gefällt.
+ Dieser Umstand ist meistens die Hürde zwischen denken und handeln.
- Daran merkt man, dass du fürs handeln zuständig bist. Die eigentliche Hürde zwischen denken und handeln heisst Angst. Soll ich dir meinen Gedankengang erläutern?
+ Ich hätte Schwierigkeiten dich daran zu hindern. Du hast mehr Macht.
- Theoretisch gebe ich dir da recht. Doch leider handeln viel zu viele Menschen ohne nachzudenken. Das ist die Kehrseite des Handelns. Würden mehr Menschen denken und erst danach handeln wäre die Welt ein besserer Ort.
+ Das zweifele ich an.Viele Menschen haben extrem dumme Gedanken und ich möchte sie nicht in die Tat umgesetzt wissen.
- Okay, kluges denken ist natürlich vorrausgesetzt.Willst du nun meinen Gedankengang hören?
+ Habe ich eine Wahl?
- Hat der Mensch eine Wahl? Ist ebenfalls ein interessanter Gedanke...aber dazu komme ich vielleicht ein anderes Mal noch zu sprechen. Mein momentaner Gedanke ist: Wie reagiert ein Mensch, wenn ein Gedanke aprubt abgebrochen wird. Wenn er plötzlich im Niemandsland seines Selbst stecken bleibt ohne einen Anhaltspunkt wie es weiter gehen soll?
+ Ich verstehe nicht ganz was du mir damit sagen willst. Gedankengänge reissen doch ständig ab, verändern sich, springen herum, variieren.
- Du begreifst einfach nicht das elementare Prinzip dahinter. Den Kern meiner Aussage. Nehmen wir an du liest einen Text. Diesen hier zum Beispiel.
+ Soweit kann ich dir noch folgen.
- Und nehmen wir an dieser Text wäre ein Gedanke.
+ Okay...
- Wie nehmen wir diesen Gedanken wahr? Wird er im selben Moment, in dem wir ihn realisieren oder in diesem Fall lesen, ein Teil unseres Selbst? Geht er in unser Bewusstsein über? Oder verschwindet er im gleichen Augenblick wieder, fast so als hätte er nie existiert?
+ Ich denke er wird ein Teil von uns...
- Bist du dir sicher? Wir können immer nur im Hier und Jetzt existieren. Niemals in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Alles was wir erleben, alles was wir sehen, hören und lesen ist in dem Moment Vergangenheit, wenn wir es erlebt haben.
+ Du wirst langsam echt anstrengend...
- Das höre ich öfter.
+ Worauf willst du hinaus?
- Existierst du?
+ Ja klar...
- Woher weisst du das?
+ Ich sehe. Ich höre. Ich fühle. Ich atme.
- Wer sagt dir das?
+ Meine Sinne...
- Aber kannst du ihnen trauen? Du erwachtest als du geboren wurdest. Alles was du seitdem wahrgenommen hast wurde dir von aussen gezeigt. Du begannst eines Tages zu denken. Doch warum? Was hat dein Denken ausgelöst?
+ Ich bin ein Mensch. Meine genetische Veranlagung befähigt mich dazu.
- Und woher kommt diese Genetik? Sie existiert auch ohne dich. Wer hat dir gesagt was grün bedeutet?Was eine Tür ist? Was atmen ist? Wieso siehst du diese Welt so wie du sie siehst? Hörst was du hörst?
+ Es wurde mir beigebracht und es ist ein Teil von mir.
- Und woher kommt dieser Teil? Woher weisst du, dass er nicht von ausserhalb kommt? Vielleicht bist du nur ein Gehirn in einem Glas und alles was du bewusst wahrnimmst wird dir eingetrichtert.
+ Das würde ich merken.
- Woran? Du siehst, was man dir zeigt, hörst, was man dich hören lässt, riechst, was man dich riechen lässt,schmeckst, was deinen Geschmacksrezeptoren suggeriert wird,spürst, was man dich spüren lässt. Woher erkennnst du den Unterschied?
+ Ich fühle ihn...
- Wie? Du hast keine Vergleichsmöglichkeit. Du kennst es nur so wie du es wahrnimmst. Deine Gefühle resultieren aus deiner Wahrnehmung.
+ Das ist doch alles nur philosophischer Unsinn und bar jeder Logik...
- Und was ist Logik?
+ Dinge so zu sehen und zu erklären wie sie tatsächlich sind.
- Basierend auf was?
+ Fakten.
- Und woher kommen diese Fakten? Sie kommen aus dieser Welt und wie wir sie wahrnehmen. Doch wenn unsere Wahrnehmung nur aus einer Manipulation heraus entstanden ist, was bedeutet es dann für die Logik?
+ Logik und Fakten sind unumstößliche Tatsachen!
- Basierend auf unserer Wahrnehmung. Wir können alles untersuchen und analysieren. Können Messungen vornehmen, abstrakte Gedankengänge auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen - doch egal was wir tun wir müssen es in unserer Realität tun. Eine Realität die wir aus ihr selbst heraus nicht überprüfen können.
+ Warum nicht?
- Weil uns dazu ein elementarer Baustein fehlt. Die andere Seite der Realität. Die Seite die uns manipuliert und lenkt. Die Seite aus der unsere Wahrnehmung entstammt und wo sie erzeugt wird.
+ Das ist doch Blödsinn. Nur eine Hypothese.
- Natürlich! Doch ist sie deshalb nicht weniger real als alles was wir für real erachten. Wir denken also sind wir. Und womit denken wir?
+ Mit unserem Gehirn!
- Richtig. Und alles was wir erforschen basiert auf unseren Gedanken in unserem Gehirn. Doch wie sollen wir erforschen was in unserem Gehirn vor sich geht nur mithilfe unseres Gehirns?
+ Ich kann dir nicht ganz folgen...
- Nehmen wir an ein Haus hätte ein Gehirn.
+ Absurde Vorstellung - aber okay...
- Das Haus hätte eine ganz klare Vorstellung von der Realität. Es sieht Wände, Türen, ein Dach, Fenster und es findet Erklärungen, analysiert seine Welt, seine Wahrnehmung. Doch nur von innen heraus. Es sieht nicht wo es steht in dieser Welt. Es sieht nicht einmal dass es ausser ihm noch etwas gibt. Wie kann es die Realität in seiner Gänze begreifen, wenn es in seinen eigenen Strukturen gefangen ist?
+ Ich bin mir nicht sicher ob ich dir folgen kann...
- Wir nutzen unser Gehirn, um unser Gehirn zu verstehen. Doch wenn unser Bewusstsein von falschen Prämissen ausgeht, dann können wir uns niemals sicher sein.
+ Kannst du mir einen Gefallen tun...?
- Kommt darauf an.
+ Kannst du dich einfach mal auf unsere Realität einlassen, so wie sie ist? Alles andere übersteigt meinen Horizont.
- Das kann ich dir sogar versichern! Ich habe schliesslich gar keine andere Wahl, als die vorgegebene Existenz zu akzeptieren. Ich kann sie hinterfragen,sie analysieren, kann darüber nachdenken bis mir der Kopf raucht, doch ich kann sie nicht ändern. Sie ist wie sie ist.
+ Und dein Gedankengang von vorhin?
- Nur ein einfaches Konstrukt basierend auf den vorgegebenen Prämissen dieser Realität.
+ Du fängst schon wieder an...
- Und ich höre niemals damit auf solange ich denken kann. Womit wir wieder beim denken sind. Das alles ist übrigens nicht neu. Philosophen, Mathematiker, Dramatiker, Psychologen, viele Filmemacher und Menschen jedweder Art haben sich bereits Jahrhunderte den Kopf darüber zerbrochen.
+ Und haben sie eine Lösung gefunden?
- Dafür gibt es keine Lösung. Alles Sein ist aus sich selbst heraus zum Sein geworden.Wir denken, also sind wir.
+ Klingt irgendwie pessimistisch...
- Warum? Es ändert sich doch dadurch nicht das geringste. Wir sind wer wir sind und nichts anderes. Wir leben, atmen, denken, fühlen und handeln, wie es uns richtig erscheint. Letztendlich spielt es für uns keine Rolle, ob wir real sind, ob unsere Realität so ist, wie wir sie wahrnehmen oder ob wir nur ein Gehirn in einem Glas sind. Alles was wir wahrnehmen ist real, weil wir es als real wahrnehmen.
+ Puh...mein Kopf raucht...
+Du hast vorhin gesagt, dass die eigentliche Hürde zwischen denken und handeln Angst heisst. Wieso bist du dieser Ansicht?
-Menschen haben manchmal kluge Ideen, möchten gerne so viele Dinge machen, möchten anderen Menschen helfen, möchten Fallschirm springen, lauthals singen, sich selbst verwirklichen und alles was sie dazu tun müssen, ist diese Gedanken in die Tat umzusetzen. Sie müssen aus ihren Gedanken ein Handeln machen.
+Und das machen sie nicht...
- ...aus Angst. Ganz genau! Was könnten die anderen sagen? Wie könnte es auf diese Welt wirken? Und wenn etwas passiert? In unseren Gedanken ist alles immer so einfach...
+Ist es aber nicht gefährlich, wenn Menschen ständig ihre Gedanken zu Taten machen?
-Bei einigen Individuen bestimmt...Nehmen wir Psychopathen, Mörder, Tierquäler...Wenn ein Teil des Gehirns fehlerhaft ist, dann kann es durchaus gefährlich werden. Doch meistens sind es Ängste, die viele einfache Tätigkeiten unterbinden. Uns lähmen.
+Phobien...
-...sind auch Ängste. Doch wir haben Einfluss auf unsere Gedanken und infolge dessen auch Einfluss auf unsere Taten.
+Mehr Mut?
-Mehr Mut! Ganz genau! Wir reden, wir warten, wir zögern. Manchmal müssen wir einfach mal das Zaudern lassen und etwas riskieren!
+Und was ist mit deinem Gedankengang vom Anfang?
-Ist immer noch da...
+Kannst du ihn noch einmal kurz zusammenfassen?
-Was ist wenn ein Gedanke plötzlich verschwindet und der Mensch auf sich selbst zurückgeworfen wird?
+Ich gebe zu ich kann dir immer noch nicht ganz folgen...
-Es wird ein Gedanke aufgeworfen, der einer Erklärung bedarf und plötzlich stoppt dieser Gedanke und man hängt in der Luft. Wie arbeitet dann das Gehirn weiter? Was macht es mit einem? Regt es die Fantasie an? Verändert es die Wahrnehmung?
+Kannst du mir mal ein Beispiel nennen?
-Nimm einfach diesen Text und stell dir vor er ist ein Gedanke.
+Okay...
-Und nun sage ich dir was dieser Text für eine tiefere Bedeutung hat, damit du ihn vollständig verstehst.
+Und dann?
-Dann verstehst du auch was ich mit meinem Gedankengang meine und merkst eventuell die Auswirkungen von denen ich gesprochen habe.
+Und welche tiefere Bedeutung hat dieser Text?
- Ganz einfach :
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